Beim Verlust eines Mandates würde Sausgruber zurücktreten

5. September 2004, 19:39
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Bei weniger als 18 Mandaten stünde er als Landeshauptmann nicht mehr zur Verfügung - Umfragen sagen allerdings Zugewinne voraus

Wien - Nicht unter allen Umständen stehe er als Landeshauptmann nach der Landtagswahl am 19. September zur Verfügung. Das erklärte Herbert Sausgruber (V) Samstagmittag in einem Interview mit Radio Vorarlberg. Er mache das davon abhängig, ob die ÖVP wieder mindestens 18 Mandate und damit die Hälfte der Landtagssitze erhalte.

Schmerzgrenze definiert

Wie schon beim letzten Wahlgang vor fünf Jahren definierte Sausgruber damit auch dieses Mal kurz vor der Landtagswahl seine Schmerzgrenze. "Bei 18 Mandaten sind wir in der Lage, Berechenbarkeit und Verlässlichkeit in der Landespolitik zu garantieren. Verlieren wir nur ein Mandat, und das ist gar nicht viel und denkbar, dann schaut die politische Welt ganz anders aus. Wenn ich den Eindruck bekommen müsste, dass eine verlässliche, gestalterische Politik nicht mehr gegeben ist, dann würde ich nicht mehr zur Verfügung stehen", erklärte Sausgruber.

Umfragen prognostizieren Zuwächse

Die jüngsten Umfragen bescheinigen dem ÖVP-Spitzenkandidaten allerdings Zuwächse gegenüber 1999. Damals war die absolute Stimmenmehrheit verloren gegangen, die ÖVP kam auf 18 Mandate. Bis zu 52 Prozent wären diesmal möglich, so die Meinungsforscher. Sausgruber darauf angesprochen: "Von Umfragen ist so viel zu halten wie von einem Wetterbericht, wenn Föhneinfluss ist." Die Beispiele Tiroler Landtagswahl oder Vorarlberger AK-Wahl hätten gezeigt, dass auf Umfragen nicht unbedingt Verlass ist.

Am 19. September treten neben den vier im Landtag vertretenen großen Parteien auch vier kleine Gruppierungen an. Es sei - aus ÖVP-Sicht - nicht das Hauptproblem, "wie viele Mitbewerber es gibt, sondern das Hauptrisiko liegt in der Frage, wie hoch die Wahlbeteiligung sein wird", sagte Sausgruber. Dieses Mal besteht bei einer Landtagswahl in Vorarlberg erstmals keine Wahlpflicht mehr. (APA)

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    Herbert Sausgruber will keine Verluste hinnehmen

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