US-Callcenter missachtete "Do not call"-Liste

7. September 2004, 15:49
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Nach 300.000 unerlaubten Werbeanrufen droht nun eine Milliarden-Strafe

Die US-Wettbewerbsaufsichtsbehörde FTC will zum ersten Mal eine Geldstrafe für die Verletzung der "Do not call"-Liste einfordern. Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) Mittwoch berichtet, hat das Telemarketing-Unternehmen Braglia Marketing rund 300.000 unerlaubte Werbeanrufe bei auf der "Do not call"-Liste eingetragenen US-Bürgern getätigt. Der Eintrag auf die im vergangenen Jahr eingerichtete Liste soll die Bürger eigentlich vor solchen Anrufen schützen.

Weiterhin wirft die FTC Braglia Marketing vor, die jährliche Gebühr für den Zugang zu der Liste nicht gezahlt zu haben. Darüber hinaus hat das Unternehmen laut FTC ein automatisches Wählsystem benutzt. Die maximale Strafe für Vergehen gegen die "Do not call"-Liste beträgt 11.000 Dollar pro Anruf. Das könnte für Braglia eine Strafe von bis zu 3,3 Milliarden Dollar bedeuten. Laut "WSJ" ist es aber nicht sehr wahrscheinlich, dass das Justizministerium, das seit vergangenem Montag den Fall vor dem Bundesgericht Nevada für die FTC vertritt, eine Strafe in dieser Höhe fordern wird. (pte)

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