Jeder zehnte Windows-User will zu Linux wechseln

12. September 2004, 10:25
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Marktforscher raten Unternehmen zur Vorsicht

In den kommenden zwei Jahren wollen vier Prozent der Unternehmen von Unix-Servern auf Linux umsteigen. Bei Benutzern von Windows-Plattformen sind es elf Prozent. Die hat eine Untersuchung der Bostoner Yankee Group ergeben. Allerdings sind die Unternehmen beim Wechsel auf Linux vorsichtig.

Ein "paar Linux-PCs"

Was den Desktop-Bereich betrifft, so glauben 36 Prozent in den kommenden Jahren ein "paar Linux-PCs" in ihrem Unternehmen zu haben. Nur fünf Prozent planen jedoch eine vollständige Migration auf Linux, die große Mehrheit – 57 Prozent – hält im Desktop-Bereich an Windows fest. Von den Unternehmen, die Linux "ein bisschen" einsetzen, tun dies offensichtlich viele, um bei zukünftigen Verhandlungen mit Microsoft ein Faustpfand in der Tasche zu haben. "Wir wollen gar nicht auf Linux umsteigen", zitiert der Bericht einen ungenannten Manager. "Aber wir verwenden es als Druckmittel gegen Microsoft."

Kein Richtiges

"Es gibt kein Betriebssystem, das für alle Unternehmen genau das Richtige ist", sagte Yankee-Group-Analystin Laura DiDio. Jede Firma müsse selbst untersuchen, was passend ist. Generell rät die Yankee Group dazu, eine Linux-Migration zu verzögern, bis die Frage exakt beantwortet werden kann, ob ein Wechsel der Plattform technologische Verbesserungen oder einen besseren Return of Investment (ROI) bzw. niedrigere Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) bringt. (red/pte)

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