JVP-Obfrau Fuhrmann für "registrierte Partnerschaft"

16. September 2004, 10:39
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Für gesellschaftliche Anerkennung - gegen Adoptionsrecht

Wien - Im Gegensatz zu anderen ÖVP-Politikern kann sich Silvia Fuhrmann, Obfrau der Jungen ÖVP, eine registrierte Partnerschaft für Homosexuelle vorstellen. Der Forderung "Gleich viel Recht für gleich viel Liebe" könne sie viel abgewinnen, wenn es um die gesellschaftliche Anerkennung gehe, erklärte die Abgeordnete am Dienstag in einer Pressekonferenz. Allerdings müsse man Regelungen treffen, um Missbrauch bei Förderungen zu vermeiden. Das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare schließt sie aus.

Betroffene einbeziehen

"Den Betroffenen geht es darum ein Zeichen nach außen zu setzen. Zivilrechtlich ist viel geregelt, da ist nicht viel aufzuholen", so Fuhrmann. Es gebe schon einige Besserstellungen im Mietrecht, die Erbschaft können die Betroffenen testamentarisch festlegen. Bezüglich des Adoptionsrechts wolle sie "das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellen". Sie wünsche sich, dass sich auch Psychologen in der Diskussion zu Wort melden um aufzuzeigen, welche Auswirkungen das auf ein Kind habe. Wichtig ist ihr, dass Betroffene in die Arbeitsgruppe der ÖVP einbezogen werden.

Auch Lebensgemeinschaften anderer Kulturkreise diskutieren

Bei der Diskussion könne man auch nicht die Frage ausklammern, welche Form von Partnerschaften man in Österreich wolle. Sie gibt zu bedenken, dass man dann auch diskutieren müsse, wie man mit Lebensgemeinschaften aus anderen Kulturkreisen umgehe. Als Beispiel nannte sie Eheschließungen eines Mannes mit mehreren Frauen. (APA)

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