Oberösterreich: Leiche von Segelausflug Verunglückten gefunden

29. Juli 2004, 18:55
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Boot hatte 30-Kilovolt-Stromleitung auf der Enns gestreift

Linz - Die Leiche jenes 47-jährigen Oberösterreichers, der Mitte Juli bei einem Segelausflug verunglückt war, wurde Dienstag früh in Niederösterreich gefunden.

Der Mann war mit einem befreundeten Ehepaar mit einem Boot auf der Enns unterwegs gewesen. Bei Kronstorf (Bezirk Linz-Land) hatte der Mast des Bootes eine 30-Kilovolt-Leitung gestreift, ein Stromschlag hatte den 47-Jährigen in den Fluss geschleudert. Nun wurde seine Leiche bei Arbeiten am Einlaufrechen des Enns-Kanal-Kraftwerkes St. Pantaleon (Bezirk Amstetten) entdeckt.

Stromschlag

Das Trio war am 18. Juli mit einer Segeljolle die Enns aufwärts unterwegs, als sie auf die in einer Höhe von rund fünf Metern über dem Fluss verlaufenden Leitung der Ennskraftwerke trafen. Der 45-jährige Bootseigentümer und seine Frau äußerten noch Bedenken, mit dem Boot durchzufahren. Der 47-Jährige habe aber daraufhingewiesen, er hätte schon öfter die Stelle problemlos passiert. Die Drei setzten ihre Fahrt daher fort. Dann dürfte entweder der Mast des Bootes die Leitung berührt haben oder ein so genannter Übersprungfunke einen Stromschlag ausgelöst haben. Durch die Wucht wurde 45-Jährige weggeschleudert und schwer verletzt.

Sein Freund versuchte noch den Motor des Schiffes anzuwerfen, um aus dem Gefahrenbereich zu gelangen. Die Strömung trieb das Boot aber erneut auf die Leitung zu. Ein weiter Stromschlag schleuderte den 47-Jährigen vom Boot in die Enns. Dabei erlitt der Mann tödliche Verletzungen. Die Ehefrau des Bootseigentümers blieb bei dem Unfall unverletzt.(APA)

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