Kolumne: "Undifferenziert" - von RAU

30. Juli 2004, 12:05
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Die Meldungen der letzten Woche aus dem Zusammenleben von Hunden und Menschen: In Landskron wurde ein fünf Jahre altes Mädchen von einem Dobermann ins Gesicht gebissen. In Prag wurde einem Oberösterreicher, der den Collie eines Freundes streicheln wollte, ein Ohr abgebissen. In Treffen, Kärnten, wurde eine ältere Dame von zwei frei laufenden belgischen Schäferhunden angefallen und verletzt, ihr Dackel totgebissen. Die Hunde des "amtsbekannten" Eigentümers hatten zuletzt im Mai einen Menschen attackiert.

In Oberösterreich wurde ein Dreijähriger von einem frei laufenden Berner-Senner-Mischling ins Gesicht gebissen. Ebenfalls in OÖ biss ein Schäferhund einem Zwölfjährigen siebenmal in Hände, Bauch und Beine.

Im Übrigen meldete sich der Tierärztepräsident und warnte vor "undifferenzierter Kampfhunde-Debatte". Aber sogar einem Verbandspräsidenten müsste schon die Realität aufgefallen sein: (zu viele) Hunde und Menschen (Kinder) konkurrieren inzwischen um dasselbe, zu kleine Territorium (Spielplätze, Parks). Ein zu großer Prozentsatz der Tiere ist gefährlich und hat uneinsichtige, überforderte Besitzer. Die Behörden sind träge. Das Resultat lesen wir jeden Tag. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.07.2004)

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