"Austria TopNews": Positive Halbjahresbilanz

26. Juli 2004, 19:27
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Geschäftsführer Breitenecker: Mit über neun Prozent Marktanteil im Juli über Zielvorgaben

Seit einem halben Jahr ist auf ProSieben Austria um 20.00 Uhr die Nachrichtensendung "Austria TopNews" und das Szene-Format "2night.tv" zu sehen. Bei den Kabelhaushalten hatte man im Juli in der Zielgruppe zwölf bis 49 bereits einen Marktanteil von über neun Prozent. Das Konzept sei bisher "voll aufgegangen", zeigten sich die Sendeverantwortlichen am Montag bei einer Pressekonferenz zufrieden. In zwei bis drei Jahren möchte man - zumindest bei den unter 30-Jährigen - die ZiB hinter sich lassen.

Vor dem Start der "TopNews" hatte ProSieben mit den deutschen Nachrichten um 20.00 Uhr nur einen Marktanteil von 5,7 Prozent. Mittlerweile hat man den Senderschnitt von ProSieben Austria (9,26 Prozent) überschritten, was für eine Nachrichtensendung ziemlich einzigartig sei, meinte Geschäftsführer Markus Breitenecker. Besonders zufrieden ist man mit dem Quotenerfolg in der Zielgruppe zwölf bis 29. Laut Teletest hatte man im Juli bereits einen Marktanteil von 12,9 Prozent. An einzelnen Tagen (Spitzenwert 23,4 Prozent) liege man bei den Kabelhaushalten sogar schon vor der ZiB, so Breitenecker.

"Fragen, die die Leute interessieren"

Empfangen werden kann ProSieben Austria nur via TV-Kabel oder Digital-Satellitenanlagen. Breitenecker zeigte sich daher auch erfreut, dass die Zahl der Digi-Sat-Haushalte im Steigen begriffen ist. Derzeit seien es etwa 400.000, bis Jahresende rechnet er mit 600.000 Haushalten. Dadurch steige auch das Zuschauer- und Werbepotenzial für ProSieben Austria.

Produzent der "TopNews" ist Helmut Brandstätters Puls TV, das im Juni als Wiener Ballungsraum-Sender on air gegangen ist. Das Mitarbeiter-Team habe sich mittlerweile in der Branche einen guten Ruf aufgebaut, meinte Patrick Schuber, Programm-Leiter von ProSieben Austria. Ausländische TV-Sender und auch der ORF würden Beiträge zukaufen. Man stelle jene Fragen, die die Leute interessieren, glaubt Brandstätter das "Erfolgsgeheimnis" seiner Mannschaft zu kennen. So etwas habe es bisher in Österreichs Fernsehlandschaft nicht gegeben. Auch Moderator Volker Piescek freute sich, bei einem Sender zu sein, "wo keiner Angst haben muss, kritische Fragen zu stellen".

Neuerlich Kritik übte Brandstätter als Puls TV-Chef am ORF. Dass es durch fehlerhafte ORF-Technik bereits mehrfach zu Sendeausfällen bei Puls TV gekommen sei, könne "kein Zufall" mehr sein. Er warf dem ORF "grobe Fahrlässigkeit" vor. (APA)

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