Schwimmen: Starker Rogan in Rijeka

31. Juli 2004, 22:57
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Persönliche Bestzeit im Kranj-Finale über 100 m - Positives Resümee der Slowenien-Tage

Rijeka - Doppel-Europameister Markus Rogan hat seinen letzten Wettkampf vor den Olympischen Spielen mit Bravour absolviert. Der 22-Jährige musste sich zwar am Samstag zum Abschluss der Offenen Slowenischen Meisterschaften in Kranj über 100 m Rücken mit Rang zwei begnügen, markierte mit 55,85 Sekunden aber persönliche Bestzeit in unrasiertem Zustand. Zudem war er aus dem harten Trainingslager in Rijeka nach Slowenien gekommen und hatte dort an den Vortagen bereits drei Wettkämpfe bestritten.

Zweiter über mittlere Rückendistanz

Der Sieg auf der mittleren Rücken-Strecke ging in 55,19 Sekunden an Alex Lim aus Malaysia, der WM-Finalist vor einem Jahr in Barcelona sollte für Rogan in Athen aber kein Gegner sein. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass er in ausgeruhtem Zustand nicht viel schneller ist", weiß Rogan über den Asiaten. Für den Wiener ist bei Olympia nach dieser jüngsten Leistung hingegen zumindest eine Verbesserung seines österreichischen Rekordes von 54,53 Sekunden realistisch, womit die Final-Chancen intakt sind.

Sein Trainer Robert Michlmayr resümierte nach den vier Tagen in Kranj positiv: "Wir sind zufrieden, nur die 100 m Kraul waren nicht so gut. Wären die 200 Rücken am letzten Tag gewesen, wäre Markus sicher unter zwei Minuten geblieben." Doch auch auf der Siegerzeit von 2:00,59 lässt es sich für den SV-Schwechat-Athleten aufbauen, schon in der zweiten Hälfte des Aufenthalts in Rijeka. Rogan bleibt bis Freitag in Kroatien, am Montag stößt sein Ex-Studienkollege und US-Freund Peter Marshall als wertvoller Trainingspartner dazu.

Beginn der wettkampfspezifische Vorbereitung Die Arbeit unter der kroatischen Sonne zielt nun weniger auf Ausdauer hin, anstatt großer Umfänge wird bereits mehr auf wettkampfspezifische Vorbereitung Wert gelegt. Nach dem vorolympischen Termin-Marathon mit Einkleidung und Verabschiedungen wird sich Rogan in der ersten August-Woche neben den sportlichen Abschluss-Einheiten vor dem Abflug nach Griechenland bei den Salzburger Festspielen kulturelle Genüsse gönnen. (APA)

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