Enthauptete Leiche gefunden

23. Juli 2004, 20:06
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Neue blutige Gefechte im Westirak - Irakische Sicherheitskräfte gehen in Bagdad gegen Aufständische vor

Bagdad/Ramadi/Tikrit/Kairo/Manila/- Die Polizei hat am Donnerstag in der nordirakischen Stadt Beji die Leiche eines enthaupteten Mannes entdeckt, bei dem es sich nach Polizeiangaben vermutlich um einen Ausländer handelt. Der Körper des Mannes lag am Ufer des Tigris, während sich der Kopf daneben in einem Plastiksack befand. Auf einer Landstraße zwischen der südlich von Bagdad gelegenen schiitischen Pilgerstadt Najaf und Diwaniya tötete eine Gruppe von maskierten Angreifern zwei Polizisten. Die Beamten nahmen den irakischen Angreifer fest.

Gefechte in Ramadi

In einem Vorort der Stadt Hilla töteten Unbekannte einen Dorfvorsteher. In der westirakischen Stadt Ramadi kam es erneut zu Gefechten zwischen US-Soldaten und Aufständischen. Der arabische Nachrichtensender "Al Arabiya" berichtete, die Aufständischen hätten einen Posten der US-Amerikaner angegriffen. Über die Opferzahl lagen keine Informationen vor.

Im Zentrum von Bagdad wurde ein Bub durch die Explosion einer selbst gebastelten Bombe in der Nähe der sunnitischen Moschee Abu Hanifa getötet. Der neben einem Baum am Straßenrand abgelegte Sprengsatz sei detoniert, als das etwa zwölfjährige Kind in einem Mülleimer gewühlt habe.

Zwei Polizisten in Kut getötet

In der knapp 180 Kilometer südöstlich von Bagdad gelegenen Schiitenstadt Kut wurden zwei Polizisten getötet, als Unbekannte von einem Fahrzeug aus auf eine Polizeiabsperrung schossen. Die Angreifer seien geflohen, sagte ein Polizist. Ein dritter Polizist sei in derselben Gegend von Kugeln durchlöchert aufgefunden worden.

Beamter in Kirkuk getötet

Auch in der nordirakischen Stadt Kirkuk eröffneten Unbekannte das Feuer auf einen Polizeiposten und töteten einen Beamten. Am Mittwochabend war in Kirkuk ein turkmenischer Politiker ermordet worden. Zwischen den in der Stadt lebenden Arabern, Kurden und Turkmenen kommt es seit dem Sturz der Regierung von Saddam Hussein immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen.

Razzia in Bagdad

Irakische Sicherheitskräfte haben in der Früh bei einer groß angelegten Razzia gegen Aufständische im Zentrum der Hauptstadt rund 200 Verdächtige festgenommen. Zudem seien in dem berüchtigten Widerstandsnest im Umfeld der Haifa-Straße "große Mengen von Waffen verschiedener Art" beschlagnahmt worden, sagte der Sprecher des irakischen Innenministeriums, Sabah Khaddim. Die Aktion wurde auch von US-Truppen gesichert, die aber nicht in das Geschehen eingriffen. (APA/dpa/AFP/AP)

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