Bushs Rache an UNO-Abtreibungs-Politik

20. Juli 2004, 19:02
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Mittel für UN-Bevölkerungsfonds erneut eingefroren - UNO-Fonds würde Abtreibungen unterstützen

Washington - Zum dritten Mal wollen die USA ihre Zuschüsse für den Weltbevölkerungsfonds (UNFPA) wegen dessen Haltung zur Abtreibung streichen. Das kündigte Außenminister Colin Powell in Washington an. Die Bush-Regierung wirft dem UNO-Fonds insbesondere vor, die chinesische Politik der Förderung von Abtreibungen und Zwangssterilisation zu unterstützen, wie Kathpress am Montag berichtete. Beim US-Beitrag handelt sich um rund 34 Millionen Dollar.

Erstmals 2002 hatte die US-Regierung auf Druck von ParlamentarierInnen die Zuschüsse Washingtons für die UNFPA eingefroren. Der Sprecher Powells, Richard Boucher, erklärte, die USA seien jederzeit zur Zahlung bereit, falls China seine Bevölkerungspolitik ändere.

Die UN-Organisation, die weltweit Familienplanungsprogramme initiiert, bestreitet, Zwangssterilisationen und Abtreibungen in China zu unterstützen. Schon die Regierungen unter den Präsidenten Ronald Reagan und George Bush hatten wegen China Gelder für die UNFPA eingefroren. Bill Clinton hatte die UN-Organisation dagegen unterstützt. (APA)

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