Verein "Aktiva Austria" kritisiert Verharmlosung

21. Juli 2004, 23:10
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"Es ist unerträglich, wie Bischof Krenn mit den aktuellen Vorwürfen umgeht"

Der Verein "Aktiva Austria", der sich in ganz Österreich um missbrauchte Kinder und betroffene Familien kümmert, wehrt sich gegen die Verharmlosung des Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen. "Es ist unerträglich, wie Bischof Krenn mit den aktuellen Vorwürfen umgeht", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.

Melanie Heimböck vom Verein "Aktiva Austria" ärgert sich vor allem über Aussagen des St. Pöltner Diözesanbischofs Kurt Krenn wie "das ist nur Sache der Kirche". Kindesmissbrauch sei ein Problem der gesamten Gesellschaft, so Heimböck. "Das Problem ist das Nicht-Erkennen oder das Nicht-Erkennen-Wollen des Problems. Die Ignoranz und Überheblichkeit, mit der einer der höchsten österreichischen Vertreter der Kirche damit umgeht, ist eine Schande für unser Land", kritisiert Heimböck.

Der Verein "Aktiva Austria" versucht im Speziellen, Präventions-Maßnahmen zu unterstützen. Nähere Informationen unter http://www.aktiva-austria.at. (APA)

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