Päpstliche Visitation erwünscht

20. Juli 2004, 12:56
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Mitglied der Untersuchungskommission hinterfragt Interesse von Mitbrüdern, die Untersuchungen in Frage stellen

St. Pölten - Dogmatik-Professor Michael Stickelbroeck, Mitglied der von Bischof Kurt Krenn im Zusammenhang mit der Porno-Affäre im Priesterseminar St. Pölten eingesetzten Untersuchungskommission, hat sich am Montag für eine päpstliche Visitation der Diözese und des bischöflichen Ordinariates ausgesprochen. Außerdem übte er Kritik am ehemaligen Regens Franz Schrittwieser (er war vor knapp drei Jahren durch Ulrich Küchl ersetzt worden) und an Weihbischof Heinrich Fasching.

Stickelbroeck ging auf das Auftreten Schrittwiesers in der ORF-Sendung "Orientierung" ein, wo dieser die Legitimität der Untersuchungskommission, die den ehemaligen Regens Ulrich Küchl und Subregens Wolfgang Rothe hinsichtlich ihrer Amtsführung überprüfen soll, in Frage gestellt habe.

Der Dogmatik-Professor zu Kath.net: "Offenbar haben der hochwürdige Herr Weihbischof und Generalvikar Fasching als auch Schrittwieser größtes persönliches Interesse daran, den Fortgang der Untersuchungen, wie sie diese Kommission aufgenommen hat, zu unterbinden. Ich möchte mich für eine päpstliche Visitation der Diözese und des bischöflichen Ordinariates aussprechen, die jede Form der kirchenpolitischen Agitation und Instrumentalisierung des so genannten 'Sex-Skandals' gemäß der Wahrheit und des Rechtes aufdeckt."(APA)

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