Mit Fernsehspots gegen Aids

30. Juli 2004, 14:52
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Richard Gere hilft mit seiner Stiftung in Indien die Medien zu aktiviern

Mit Fernsehspots und seinem gewinnenden Lächeln will Hollywoodstar Richard Gere den Kampf gegen die Immunschwäche Aids in Indien unterstützen. Noch gebe es die Möglichkeit, die Krankheit zu stoppen, sagte er am Dienstag auf der Weltaidskonferenz in Bangkok. Zusammen mit seiner Stiftung (Gere Foundation India Trust) wolle er dazu das beitragen, was er besten könne: die Medien aktivieren, sagte der Kino- und Fernsehstar. Er hatte in Bangkok bereits ein Festival mit Filmen zu HIV und Aids eröffnet.

Zugpferd eines neuen Fernsehspots ist der beliebte indische Kricketspieler Rahul Dravid, der sich vor seinem Einsatz auf dem Spielfeld in seine Schutzmontur kleidet und den Zuschauern empfiehlt, dasselbe gegen Infektionen mit dem Aidsvirus zu tun. Ein weiterer Beitrag wendet sich gegen die Ausgrenzung von Randgruppen und Infizierten.

Jeder siebente der weltweit zurzeit etwa 38 Millionen HIV- Infizierten, etwa 5,1 Millionen Menschen, lebt in Indien. Rund 90 Prozent der Betroffenen wissen nach Angaben indischer Ärzte nicht, dass sie infiziert sind. Sie würden zudem sehr stark ausgegrenzt, was die Vorsorge und Behandlung sehr schwierig mache. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass sich zwei Drittel der in den nächsten Jahren für Indien vorhergesagten Neuinfektionen durch Aufklärung vermeiden lassen. Das unter dem Namen "Helden für Indien" von Richard Gere gegründete Projekt soll 26.000 Spots im Fernsehen und Radio senden. (APA/dpa)

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    Richard Gere bei der Weltaidskonferenz in Bangkok.

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