EVN bietet 573 Millionen Euro für bulgarischen Stromverteiler

12. Juli 2004, 15:09
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Auch E.ON, Enel, CEZ und PPC mit auf der Short-List - Sofia verkauft in drei Paketen sieben Stromverteiler zu 67 Prozent

Sofia/Wien - Der börsennotierte niederösterreichische Strom- und Gasversorger EVN AG bietet insgesamt 573 Millionen Euro für einen Einstieg bei Stromverteil-Unternehmen in Bulgarien. Nach Ende der Abgabefrist veröffentlichte die mit der Abwicklung befasste Privatisierungsagentur in Sofia am Samstag die Angebote.

Mitbieter der EVN sind die deutsche E.ON, die italienische Enel, die tschechische CEZ und die griechische Public Power Corporation (PPC).

Privatisiert werden von Bulgarien je 67 Prozent an insgesamt sieben Stromverteilern, die in drei Gruppen zusammengefasst worden sind. In der Gruppe Südost-Bulgarien finden sich die Plovdiv EAD und die Stara Zagora EAD, in der Gruppe Nordost-Bulgarien die Varna EAD und die Gorna Oryahovitsa EAD, für die EVN nicht mitbot, sowie in West-Bulgarien die beiden in der Hauptstadt Sofia ansässigen Gesellschaften Stolichno EAD und Sofia Oblast EAD sowie die Pleven EAD.

Energieminister Milko Kowatschew sagte, die Entscheidung für die Käufer werde bis Ende Juli fallen. Die Anteile der Unternehmen würden dann bis Oktober transferiert. Der Preis werde das Hauptkriterium für die Auswahl sein, erklärte die Agentur.

Die sieben Unternehmen betreuen zusammen rund 4,5 Millionen Kunden und verkauften 2002 etwa 18.500 GWh Strom. Die Investoren dürfen zwar für alle zum Verkauf stehenden Gruppen mitbieten, können aber nur jeweils eine davon erwerben. (APA/BTA)

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E.V.N.

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