Tricks helfen Sparen

21. Juli 2004, 11:20
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Achtung bei abgeschalteten Handys: Nicht abgerufene SMS und Mobilbox-Nachrichten werden nach wenigen Tagen gelöscht

Damit man im Urlaub auch wirklich am preisgünstigsten telefoniert, muss man sich nicht nur mit den Auslandstarifen, sondern auch mit den Handy-Einstellungen beschäftigen. Die Arbeiterkammer hat im Rahmen ihres Preisvergleichs auch alle Tipps gesammelt, die der Handykunde beachten sollte:

Netzwahl

Ändern sollte man zum Beispiel die Einstellungen für die Netzwahl. Geschieht diese automatisch, wählt sich das Handy am Urlaubsort in das Netz mit dem besten Empfang ein, das muss aber nicht immer auch das billigste Netz ein. Welches Netz vor Ort das preisgünstigste ist, erfährt man beim Betreiber. Um im Ausland sicherzustellen, dass das Handy das billigste Netz auswählt, stellt man sein Handy am besten schon daheim auf "manuelle Netzwahl" um.

Man zahlt - wenn man angerufen wird

Beachten sollten die Kunden außerdem laut AK auch, dass man im Ausland ebenfalls zahlt, wenn man angerufen wird. Pro Minute zahlt man dabei immerhin je nach Tarif und Betreiber stolze 0,36 Euro bis 1,25 Euro. Extrem hoch sind diese so genannten Passivgebühren bei Wertkartenhandys. Kleiner Trost: Im Gegensatz zu den aktiven Gesprächsgebühren vom Ausland nach Österreich sind die Passivgebühren seit dem Vorjahr praktisch nicht gestiegen.

Die Box ganz ausschalten

Ins Geld gehen können diese Passivgebühren trotzdem, wenn man im Urlaub seine Mobilbox nicht deaktiviert. Wird ein Anruf auf den Anrufbeantworter umgeleitet, etwa weil das Handy abgeschalten ist, zahlt der Handy-Kunde für die Zeit, in der der Anrufer seine Nachricht hinterlässt, Passivgebühren und dazu auch noch Gesprächsgebühren für ein Telefonat aus dem Ausland nach Österreich an. Vermeiden kann man diese Gebühren nur mit einer ständigen Rufumleitung zur Mobilbox, dann erhält man im Urlaub auch keine direkten Anrufe. Der Tipp der AK daher: die Box ganz ausschalten.

Gespräche zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handies

Teuer sind auch Gespräche zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handies im Ausland. Der Anrufer zahlt dann ein Gespräch nach Österreich, der Empfänger die Passivgebühren für die Vermittlung von Österreich zurück ins Urlaubsland. Am meisten spart man daher laut AK, wenn man aufs Telefonieren ganz verzichtet und nur SMS-Kurzmitteilungen verschickt - oder wenn man das Handy überhaupt abgedreht lässt.

Böse Überraschungen

Auch wer im Urlaub das Handy komplett abschaltet, kann aber bei seiner Heimkehr böse Überraschungen erleben. SMS und Nachrichten auf der Mailbox werden nämlich bei fast allen Mobilfunkanbietern nur wenige Tage gespeichert.

Löschung

Beim Marktführer Mobilkom Austria werden SMS nach Eigenangaben nicht gelöscht, Nachrichten auf die Mobilbox werden je nach Tarif drei bis 15 Tage gespeichert. Die Nummer zwei am Mobilfunkmarkt, T-Mobile, heben Mobilbox-Nachrichten sieben Tage (beim Profi-Tarif 21 Tage) auf, SMS werden ebenfalls eine Woche gespeichert. Beim Verfolger One werden Informationen in der Mobilbox sieben Tage aufbehalten (beim Profitarif 15 Tage), Kurznachrichten 14 Tage. tele.ring versucht, sieben Tage lang eine SMS zuzustellen, Nachrichten werden nach Unternehmensangaben 30 Tage gespeichert. Eine uneingeschränkte Speicherdauer für Nachrichten und SMS gibt es nur beim kleinsten heimischen Anbieter "3" (Hutchison). (APA)

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