UTA kommt nicht zur Ruhe

15. Juli 2004, 10:31
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Raiffeisengruppe prüft angeblich Ausstiegsszenarien

Die Raiffeisengruppe, 25 Prozent Eigentümer der UTA Telekom, prüft derzeit Entwicklungsszenarien für den alternativen Telefonie-, Internet- und Datenservice-Provider. Diese gingen von Zukaufen bis hin zur Liquidation, zitiert der Report Newsletter 24/04 heute aus einem internen Strategiepapier. Eine Konsolidierung des Marktes für alternative Festznetzbetreiber sei unvermeidlich, die Situation werde sich erst beruhigen, wenn das Feld der Teilnehmer gelichtet ist und größere überlebensfähige Einheiten etabliert sind.

Überlegungen

Aktiv sein könne bedeuten, die Beteiligung abzustoßen, zitiert der Report Newsletter aus dem internen Strategiepapier. Ausführlich wird diese Variante analysiert, wiewohl die Aussichten auf guten Ertrag gering sind. So erlösten die Verkäufer jener sechs Telcos, die in Europa in den letzten zwei Jahren veräußert wurden, maximal zwei Drittel bzw. Dreiviertel eines Jahresumsatzes. In der Bandbreite 0 bis zum 0,41fachen des Jahresumsatzes bewegten sich Verkäufe von defizitären Telcos.

Verkauf

Bei einem Umsatz von 241 Mio. Euro im Jahr 2003 hieße das max. 100 Mio. Euro Erlös für die UTA. Neben Verkaufen bliebe die zweite Variante: Zukaufen. Da orten die Raiffeisen-Strategen gleich drei Kandidaten: eTel, tele:ring und One. Bei eTel und tele.ring hieße das Zauberwort "Paper-Deal" durch Aktien/Anteilstausch, bei One stünde die Aktienmehrheit (E.On) schon seit einem Jahr zum Verkauf. Irgendetwas wird geschehen müssen, schlussfolgert der Report: "Wer sich passiv verhält, wird vor vollendete Tatsachen gestellt." (pte)

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