Ausländische Staatschefs beim Staatsbegräbnis von Klestil

9. Juli 2004, 17:14
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Alle mitteleuropäischen Länder bei Trauerfeierlichkeiten vertreten - Schwarzenegger kommt, auch Putin soll kommen

Wien - Zahlreiche internationale Politiker und europäische Staatsoberhäupter werden an den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil am Samstag teilnehmen. Für die USA kommt der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger. Auch der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, dass er versuchen werden, am Begräbnis teilzunehmen.

Die Präsidenten fast aller Nachbarländer und der liechtensteinische Fürst Hans-Adam II. haben ihr Kommen angekündigt. Auch der schwedische König Carl XVI. Gustav und der polnische Staatspräsident Aleksander Kwasniewski vertreten ihre Länder bei dem Staatsbegräbnis, teilte die Präsidentschaftskanzlei am Donnerstag in Wien mit.

Im Folgenden eine Liste mit den bisher bekannten Namen offizieller Trauergäste:

Bosnien-Herzegowina: Sulejman Tihic, Vorsitzender des Staatspräsidiums

Deutschland: Bundespräsident Horst Köhler

Estland: Staatspräsident Arnold Rüütel

Irland: Staatspräsidentin Mary McAleese Italien: Staatschef Carlo Azeglio Ciampi

Kroatien: Staatspräsident Stipe Mesic

Liechtenstein: Fürst Hans-Adam II.

Moldawien: Staatspräsident Vladimir Voronin

Norwegen: Kronprinz Haakon

Polen: Staatspräsident Aleksander Kwasniewski

Schweden: König Carl XVI. Gustav und Außenministerin Laila Freivalds

Schweiz: Bundespräsident Joseph Deiss

Slowakei: Staatspräsident Ivan Gasparovic

Slowenien: Staatspräsident Janez Drnovsek und Außenminister Ivo Vajgl (früherer Botschafter in Wien)

Tschechien: Staatspräsident Vaclav Klaus und Ministerpräsident Vladimir Spidla

Ungarn: Staatspräsident Ferenc Madl

Auch der Fürst und Großmeister des Souveränen Malteser Ritterordens, Frà Andrew Willoughby Ninian Bertie, der den Rang eines Staatsoberhauptes hat, hat seine Anwesenheit angekündigt.

Die Zahl der ausländischen Staatsoberhäupter, die zu Staatsbegräbnissen österreichischer Bundespräsidenten anreisten, hat sich im Laufe der Zeit verlängert. Als Bundespräsident Adolf Schärf 1965 verstarb, nahmen zwei ausländische Staatsoberhäupter an seinem Staatsbegräbnis teil: Fürst Franz Joseph II. von Liechtenstein und der deutsche Bundespräsident Heinrich Lübke. Die vier Staatsvertrags-Mächte schickten Delegationen, der Schah von Persien einen seiner Brüder. Neun Jahre später, als Schärfs Nachfolger Franz Jonas in der Präsidentengruft am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt wurde, erwiesen ihm acht Staatsoberhäupter die letzte Ehre: Neben dem Fürsten von Liechtenstein der Schweizer Bundespräsident Ernst Brugger, der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Gustav Heinemann, und der DDR-Staatsratsvorsitzende Willi Stoph, der finnische Staatspräsident Urho Kekkonen und die Staatsoberhäupter Italiens (Giovanni Leone), Polens (Henryk Jablonski) und Ungarns (Pal Losonczi). (APA/red)

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