Reaktionen Ausland: Schwarzenegger: "Ein lieber Freund "

9. Juli 2004, 16:00
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Viele Kondolenzschreiben aus dem Ausland

Washington - Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil als "lieben Freund" gewürdigt. Der aus Österreich ausgewanderte Filmstar und ehemalige Bodybuilder hatte Klestil noch aus dessen Zeit als österreichischer Generalkonsul in Los Angeles (1969 bis 1974) gekannt.

"Maria und ich senden unser tief empfundenes Beileid an Präsident Klestils Familie und an das österreichische Volk. Thomas Klestil widmete sein Leben dem Dienst an seinem Land und seine Leistungen für Österreich werden niemals vergessen sein. Er war mir ein lieber Freund und wir werden ihn sehr vermissen", heißt es in der Erklärung.

Ob Schwarzenegger am Staatsbegräbnis für Klestil am Samstag in Wien teilnehmen wird ließ eine Sprecherin des Gouverneurs am Donnerstag auf Anfrage der APA offen. "Wir haben derzeit keine Information darüber", sagte sie. Schwarzenegger steckt seit Wochen in intensiven Budgetverhandlungen, die sich durch Streitigkeiten zwischen Demokraten und Republikanern um den 103-Mrd. Dollar-Haushalt für Kalifornien verzögert haben. Eigentlich hätte das Budget schon Ende Juni verabschiedet werden sollen.

US-Präsident Bush: "Ein außerordentlicher Mann"

US-Präsident George W. Bush hat anlässlich des Ablebens von Bundespräsident Thomas Klestil dessen Witwe Margot Klestil-Löffler sowie dem am Donnerstag angelobten Bundespräsidenten Heinz Fischer kondoliert. "Mit großer Trauer" hätten seine Frau Laura und er vom Tode Thomas Klestils erfahren, schreibt Bush an Margot Klestil-Löffler. "Er war ein außerordentlicher Mann und hat Österreich gut gedient. Er war auch ein wahrer Freund der Vereinigten Staaten." Laura erinnere sich gerne an den Besuch von Margot Klestil-Löffler im Weißen Haus vergangenes Jahr. "Sie und Ihr Land haben einen großen Verlust erlitten. Das Vermächtnis Ihres Ehemanns wird sicher andauern," heißt es in dem Schreiben.

Das US-Außenministerium (State Department) in Washington hat den verstorbenen österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil gewürdigt. In der vom Pressesprecher Richard Boucher am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung wird im Namen von US-Außenminister Colin Powell und aller seiner Kollegen im State Department dem österreichischen Volk und der Familie von Klestil das Beileid ausgesprochen.

"Präsident Klestil leistete der österreichischen Nation einen beispielhaften Dienst. Er hatte eine tiefe und anhaltende Freundschaft zu den USA, wo er Österreich zwei Mal in Washington, davon einmal als Botschafter, in New York als Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen und in Los Angeles als Generalkonsul vertrat. Er wird vermisst werden", so die Meldung.

"Tief traurig"

Auch der US-Außenminister Colin Powell zeigte sich bei einer Pressekonferenz am Mittwoch betroffen: "Wir sind tief traurig über den Tod des Präsidenten. Er war ein guter Freund der USA", sagte Powell auf eine Frage des ORF bei einer Pressekonferenz mit australischen Ministern in Washington.

Nun werde geprüft, welche "angemessene Delegation" zum Staatsbegräbnis von Klestil nach Wien entsendet werde. Die Entscheidung darüber werde vermutlich am morgigen Donnerstag getroffen, kündigte Powell an.

Annan: Außergewöhnlicher Staatsmann

Auch UNO-Generalsekretär Kofi Annan sei über den Tod von Bundespräsident Thomas Klestil "tief betrübt", hieß es am Mittwoch (Ortszeit) in einer Stellungnahme der Vereinten Nationen in New York. Annan bezeichnete Klestil als "außergewöhnlichen Staatsmann und Diplomaten", der sein Land von 1978 bis 1982 bei den UNO in New York vertreten habe und zehn Jahre später ins höchste politische Amt Österreichs gewählt wurde.

Klestil habe "unermüdlich gearbeitet, um Österreichs Beziehungen zu anderen Ländern in Europa und der ganzen Welt zu stärken". In den zwölf Jahren seiner Amtszeit habe Klestil den Respekt der Österreicher und vieler internationaler Staatsmänner erworben, so Annan, der Klestils Familie sowie der Regierung und Bevölkerung Österreichs sein Beileid ausdrückte.

Kanadas Premier Martin: Vollendeter Diplomat

Der kanadische Premierminister Paul Martin hat Klestil ebenfalls am Mittwoch gewürdigt. Mit "großer Trauer" habe er vom Tod des österreichischen Präsidenten erfahren, so Martin in einer Erklärung, die der APA von der österreichischen Botschaft in Ottawa übermittelt wurde.

"Er war ein fortschrittlicher Politiker und ein vollendeter Diplomat, der Österreich in einer entscheidenden Periode seiner Geschichte gelenkt hat, als das Land Mitglied der Europäischen Union wurde und seine Rolle im Herzen eines vereinten Europas wieder eingenommen hat. Das tief empfundene Mitgefühl der Kanadier geht an die österreichische Gemeinde in Kanada, an Präsident Klestils Familie und an alle Bürger Österreichs."

Frankreich: "Trauer und Sympathie für Klestil"

Durch ihren Botschafter in Wien, Alain Catta, hat die französische Regierung der Republik Österreich aus Anlass des Todes von Klestil ihre "tief empfundene Trauer und Sympathie" ausgedrückt. Das teilte die französische Botschaft am Mittwochmorgen mit.

Deutscher Bundespräsident Köhler kondoliert

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat den verstorbenen Bundespräsidenten als eine große Persönlichkeit und als Freund Deutschlands gewürdigt. In einem Beileidstelegramm an Margot Klestil-Löffler schrieb Köhler am Mittwoch: "Österreich und Europa sind um einen hervorragenden Staatsmann ärmer geworden, Deutschland hat einen Freund verloren."

Dder deutsche Außenminister Joschka Fischer und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel sind "tief erschüttert" und bestürzt. In einem Kondolenzschreiben an seine Amtskollegin Benita Ferrero-Waldner betonte Fischer: "Ich möchte Dir, Deiner Regierung und allen Österreicherinnen und Österreichern mein aufrichtiges Beileid und meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden besonders bei Bundespräsident Klestils Angehörigen und Freunden."

"Wir erinnern uns an Bundespräsident Klestil als einen Freund Deutschlands, der sich mit großem persönlichen Engagement um die Integration unseres europäischen Kontinents verdient gemacht hat", schrieb Fischer. "Seine Stimme wird uns weit über Österreich hinaus fehlen."

Merkel schrieb in einem Kondolenzschreiben an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel: "Sein unerwarteter Tod hat mich umso mehr berührt, als ich Thomas Klestil bei seinem letzten Besuch in Deutschland im vergangenen März als einen Menschen voller Lebensfreude und Tatendrang erleben durfte." Deutschland verliere mit Klestil einen "guten Freund und unermüdlichen Förderer der Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern und der europäischen Einigung".

Putin kondolierte: "Schwerer Verlust"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Österreich am Mittwoch in einem Telegramm an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zum Tod von Klestil kondoliert. Laut Kreml-Pressedienst schrieb Putin unter anderem: "Ein hervorragender Staatsmann Österreichs und Politiker mit hohem internationalem Ansehen, ein konsequenter Befürworter der Entwicklung freundschaftlicher Partnerbeziehungen zwischen unseren Ländern ist verschieden. Ich möchte im eigenen und im Namen des russischen Volkes mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl angesichts des schweren Verlustes ausdrücken." Der russische Präsident bat den Kanzler, auch der Witwe sein tief empfundenes Beileid zu übermitteln.

Wiesenthal Center

Auch das Simon Wiesenthal Center und Leon Zelman, der Leiter des Jewish Welcome Service, kondolierten am Mittwoch. Das Wiesenthal Center hob hervor, dass Klestil die Beziehungen zu den USA und der jüdischen Welt wieder hergestellt habe, Zelman würdigte Klestil als "Brückenbauer".

"Thomas Klestil war ein Mann der Ehre und ein Mann, der zu seinem Wort stand, dessen persönliche Integrität und Offenheit half, nach den Debatten um die Rolle seines Vorgängers Kurt Waldheim im Zweiten Weltkrieg, die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und der jüdischen Welt wiederherzustellen", so Rabbiner Abraham Cooper vom Wiesenthal Center in einer in englischer Sprache veröffentlichten Erklärung.

Das Wiesenthal Center werde zudem immer dankbar sein für die jüngsten Bemühungen Klestils um die im Mittleren Osten gefährdeten Juden, heißt es in der Erklärung weiter.

Das Wiesenthal Center wurde 1977 eingerichtet. Die Zentrale befindet sich in Los Angeles. Die Menschenrechts-Einrichtung, die sich die Jagd auf noch lebende NS-Kriegsverbrecher, aber auch die Information über den Holocaust und den Kampf gegen Antisemitismus zur Aufgabe gemacht hat, zählt heute weltweit rund 440.000 Mitglieder.

Auch Zelman hob Klestils "großes Engagement" für die jüdischen ÖsterreicherInnen hervor, die von den Nationalsozialisten vertrieben worden sind. "Thomas Klestil hat mit diesen Begegnungen viele Brücken gebaut und vielen Menschen ein Stück verlorene Heimat zurückgegeben", so Zelman in einer Aussendung.

Halonen: War auch großer Freund Finnlands

Die finnische Präsidentin Tarja Halonen hat am Mittwoch der Familie des verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil und dem österreichischen Volk kondoliert: "Ich habe mit großer Trauer die Nachricht vom Tod des österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil vernommen, nur Tage bevor er das Amt an seinen Nachfolger übergeben hätte sollen. Als Staatsoberhaupt wurde er schnell ein sichtbarer Faktor in der Europapolitik, als der er sich vor allem für die vertiefte Integration der Mittel- und Osteuropäischen Staaten in die europäische Zusammenarbeit nach dem Kalten Krieg einsetzte."

EU-Parlamentspräsident tief betroffen

Der Präsident des Europaparlaments, Pat Cox, hat sich tief betroffen von der Nachricht über das Ableben von Bundespräsident Klestil gezeigt. Er spreche Klestils Ehefrau und Familie sowie der Regierung und den Bürgern Österreichs sein "tiefst empfundenes Beileid" aus, teilte Cox am Mittwoch in Brüssel mit. Bei seiner letzten Visite - am Höhepunkt der "EU-Sanktionen" gegen die österreichische Regierung - hielt Klestil eine viel beachtete Rede vor den Abgeordneten in Straßburg. Dabei legte er ein Bekenntnis zu Demokratie und europäischen Grundwerten ab und plädierte für eine Aufhebung der diplomatischen Maßnahmen der EU-14 gegen die schwarz-blaue Koalition, die Österreich und die EU in eine "unangenehme Lage" gebracht hätten.

Tschechischer Präsident verlor "Freund"

"Österreich verliert mit Thomas Klestil einen außerordentlich intelligenten und geschickten Politiker, Staatsmann und einen hervorragenden Menschen", erklärte der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus. Die Tschechische Republik "sowie ich persönlich verlieren einen Freund, wie es nicht viele gibt", heißt es in einem Kondolenzbrief an die Witwe Margot Klestil-Löffler.

Prodi würdigte "überzeugten Europäer"

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hat den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil als "überzeugten Europäer" gewürdigt. Im Namen der EU-Kommission und in seinem Namen sprach Prodi am Mittwoch in einem Kondolenzschreiben an Bundeskanzler Schüssel den Menschen in Österreich sowie der Familie und Freunden Klestils sein "tiefstes und aufrichtiges Beileid" aus.

Schweizer Bundespräsident wird zum Begräbnis reisen

Der Schweizer Bundespräsident Joseph Deiss hat sich "schmerzlich betroffen" gezeigt. Er würdigte Klestil als Freund und großen Staatsmann. Klestils Verdiensten für Österreich und dessen Engagement für Europa "gebühren meine höchste Anerkennung", schreibt Deiss am Mittwoch in einem Telegramm an Klestils Nachfolger Heinz Fischer. "Ich persönlich und die Schweizer Nation verliert einen Freund, der unserem Land stets mit Sympathie begegnet ist", schreibt Deiss.

Schuster: "Einen persönlichen Freund verloren"

Der slowakische Ex-Präsident Rudolf Schuster bedauert den Tod des Bundespräsidenten. "Thomas Klestil war ein Freund der Slowakei. Sein Ableben ist auch für mich persönlich ein schwerer Verlust. Er genoss eine natürliche Autorität unter den europäischen Staatsoberhäuptern. Besonders respektiert wurde er von den Präsidenten der mitteleuropäischen Staaten", sagte Schuster

Nicht nur Altpräsident Rudolf Schuster sondern auch das neue Staatsoberhaupt der Slowakei, Ivan Gasparovic, hat reagiert. "Thomas Klestil bleibt wegen der Entwicklung guter Nachbarschaftsbeziehungen zwischen der Slowakei und Österreich als großer Freund in unserer Erinnerung. Wir sind ihm für die Unterstützung der EU-Beitrittsambitionen der Slowakei dankbar", teilte Gasparovic in einer Erklärung am Mittwoch mit.

Kwasniewski lobt europäische Verdienste Klestils

Der polnische Präsident Aleksander Kwasniewski hat den verstorbenen Bundespräsidenten Thomas Klestil wegen seiner Verdienste um die mittel- und osteuropäischen Länder gewürdigt, die seit Mai dieses Jahres neue EU-Mitglieder sind: "Europa hat einen außergewöhnlichen Staatsmann verloren, der sein Leben der Schaffung eines vereinten Europas, das in Frieden lebt, gewidmet hat." Dank Klestil konnten die mittel- und osteuropäischen auf gemeinsame Ziele hinarbeiten, ihre Zusammenarbeit vertiefen "und dauerhafte Partnerschaft, basierend auf Vertrauen und Freundschaft", schaffen, so Kwasniewski, der "mit großer Trauer" die Nachricht vom Tod Klestils vernahm.

Parwanow: Wahrer Freund Bulgariens

Der bulgarische Präsident Georgi Parwanow bezeichnete Klestil als "verdienten Politiker und wahren Freund Bulgariens", der während seiner ganzen Amtszeit die bulgarischen EU-Beitrittsbemühungen unterstützt habe. Klestil sei ein "außergewöhnlicher Politker, Diplomat und Staatsmann gewesen".

Albaniens Präsident: "Bedeutende Beiträge geleistet"

Der albanische Präsident Alfred Moisiu schrieb in seinem Kondolenzbrief an Margot Klestil-Löffler, der Bundespräsident werde als "außergewöhnliche Persönlichkeit" in die Geschichte eingehen. Klestil habe während seiner Amtszeit "bedeutende Beiträge geleistet".

Weitere Zitate aus Kondolezschreiben

Deutscher Bundeskanzler Gerhard Schröder: "Österreich hat einen Staatsmann, Deutschland einen Freund, Europa einen Brückenbauer verloren."

Französischer Staatspräsident Jacques Chirac: "Über die Nachricht bin ich tief bewegt. (...) Thomas Klestil, mit dem ich durch langjährige und starke Freundschaftsbande verbunden war, hat der Entwicklung der Beziehungen zwischen Österreich und Frankreich große Bedeutung beigemessen."

Italienischer Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi: "Thomas Klestil war ein Staatsmann von hohem Profil. Italien nimmt Anteil an der Trauer des österreichischen Volkes".

Schweizer Bundespräsident Joseph Deiss: "Ich persönlich und die Schweizer Nation verlieren einen Freund, der unserem Land stets mit Sympathie begegnet ist."

Tschechischer Staatspräsident Vaclav Klaus: "Thomas Klestil hat sich im Laufe seiner langen Präsidentschaft unzweifelhaft darum verdient gemacht, dass die Beziehungen zwischen Österreich und der Tschechischen Republik trotz vieler Peripetien und Mühen zu den beispielhaftesten zwischen zwei europäischen Nachbarländern zählen."

Ehemaliger tschechischer Staatspräsident Vaclav Havel: "Thomas Klestil ist ein erfahrener Diplomat und Politiker, der Gefühl für Kompromisse gehabt hat. Ich habe ihn als persönlichen Freund betrachtet. Die guten persönlichen Beziehungen sind nicht einmal durch Temelin oder die Benes-Dekrete gestört worden."

Ungarischer Staatspräsident Ferenc Madl: "Für uns war er auch ein echter Freund, mit dem jedes Zusammensein ein freudiges menschliches Erlebnis war."

Ungarischer Ministerpräsident Peter Medgyessy: "Mit seinem Tod haben wir einen großartigen Staatsmann verloren, einen heimatliebenden Österreicher und einen Mitteleuropäer, der an ein gemeinsames Europa glaubte und sich dafür engagierte."

Slowakischer Staatspräsident Ivan Gasparovic: "Thomas Klestil bleibt wegen der Entwicklung guter Nachbarschaftsbeziehungen zwischen der Slowakei und Österreich als großer Freund in unserer Erinnerung. Wir sind ihm für die Unterstützung der EU-Beitrittsambitionen der Slowakei dankbar."

Slowakischer Ex-Präsident Rudolf Schuster: "Thomas Klestil genoss eine natürliche Autorität unter den europäischen Staatsoberhäuptern. Besonders respektiert wurde er von den Präsidenten der mitteleuropäischen Staaten."

Kroatischer Präsident Stjepan Mesic: "Von seinem politischen Instinkt, seiner diplomatischen Erfahrung und staatsmännischer Weisheit geleitet, hat er sein Land zu einem echten Mitglied Europas und der Welt gemacht." Klestil habe sich dafür engagiert, "Brücken der Zusammenarbeit" zwischen Österreich und den Reformstaaten zu bauen. Als "überzeugter Europäer" habe der Bundespräsident die Erweiterung Europas mit Entschlossenheit vertreten und zugleich "Stabilisierungsprozesse in unserer Region" unterstützt.

Finnische Staatspräsidentin Tarja Halonen: "Ich habe Thomas Klestil als einen warmherzigen Menschen und als gebildetes und aktives Staatsoberhaupt kennen gelernt. Er hat keine Mühe gescheut, sich für sein Land und die internationale Verständigung einzusetzen."

Israelischer Staatspräsident Moshe Katzav: "Klestil wird stets in Erinnerung bleiben als Freund des jüdischen Volkes und des Staates Israel. Er handelte energisch, die beiderseitigen Beziehungen zwischen Israel und Österreich zu fördern und zu verbessern."

Luxemburgischer Ministerpräsident Jean-Claude Juncker: "Wir werden den großen Staatsmann insbesondere für seinen unermüdlichen Einsatz für das Zusammenwachsen Europas in ewiger Erinnerung behalten."

Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder: "Wir trauern um einen wahren Freund Südtirols."

EU-Außenpolitik-Beauftragter Javier Solana: "Ich bin sehr traurig über die Nachricht, dass Präsident Klestil verstorben ist. Er war ein guter Freund Europas und auch ein persönlicher Freund".

Präsident der Islamischen Republik Iran, Seyed Mohammad Khatami: "Thomas Klestil spielte eine ausgezeichnete und aktive Rolle bei der Entwicklung und Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen der Islamischen Republik Iran und der Republik Österreich. Zweifelsohne war er einer der bekanntesten Politiker, nicht nur in Österreich, sondern in Europa, ja sogar auf internationaler Ebene. Sein Ableben ist ein unersetzbarer Verlust und stimmt mich besonders traurig."

(APA/red)

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