Demokraten drängen Nader zum Aufgeben

8. Juli 2004, 19:01
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Unabhängiger Kandidat könnte Kerry entscheidende Stimmen abnehmen

Washington - Die US-Demokraten haben den unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Ralf Nader zum Aufgeben gedrängt. "Er muss raus aus dem Rennen", forderte der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Terry McAuliffe, am Sonntag im US-Fernsehsender CBS. "Weitere vier Jahre George Bush können wir uns nicht leisten." Die Demokraten werfen Nader vor, ihrem Kandidaten John Kerry bei der Wahl im November entscheidende Stimmen abnehmen zu können und so möglicherweise dem Amtsinhaber George W. Bush indirekt zum erneuten Wahlsieg zu verhelfen.

Bush und Kerry lagen in einer gemeinsamen Umfrage der US-Tageszeitung "New York Times" und CBS fast gleichauf. Kerry, dem demnach 45 Prozent der Befragten ihre Stimme geben würden, führte damit nur einen Prozentpunkt vor dem amtierenden Präsidenten. Nader sagte im US-Fernsehsender NBC, die Demokratische Partei habe nur Angst vor Konkurrenz: "Wovor diese Leute Angst haben, die Demokraten, das ist Demokratie". Der ehemalige Kandidat der amerikanischen Grünen kam in bisherigen Umfragen stets auf vier bis fünf Prozent der Stimmen.(APA)

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