Die Wand der 60.000 Bilder

7. Juli 2004, 19:10
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Lomographischer Weltkongress baut "größte Fotowand der Erde" auf

Peking - Zum lomographischen Weltkongress in Peking ist am Freitag die nach Veranstalterangaben "größte Fotowand der Erde" aufgebaut worden. Im Ritan-Park der chinesischen Hauptstadt wurden auf 200 Meter Länge etwa 60.000 Bilder von Lomographen (Fotografen, die mit Lomo-Kameras arbeiten) aufgehängt. Die Fotos sollen einen visuellen Querschnitt durch das aktuelle Alltagsleben rund um den Erdball geben. Im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs hatten dafür 3.000 Teilnehmer aus 63 Ländern ihre Fotos eingereicht. Zum Weltkongress der Lomographen, der noch bis Sonntag dauert, sind 150 Teilnehmer aus aller Welt angereist.

Die Bilder sind mit Lomo-Kameras aufgenommen, die an die alte russische Lomo aus den 60er Jahren erinnern sollen und modernen fotografischen Ansprüchen keineswegs genügen müssen. Ihre Qualität und ihr Charme ergibt sich vielmehr aus der Zufälligkeit. Die Schnappschüsse können verwackelt, schlecht belichtet oder aus einem ungewöhnlichen Winkel aufgenommen sein. Im Ritan-Park steht eine eigene Fotowand mit Lomographien aus dem aktuellen Alltagsleben in China. Dafür waren 300 Kameras an Schulen, Universitäten und soziale Organisationen verteilt worden. (APA/dpa)

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    foto: ng han guan
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