Der Grazer Grieche

1. Juli 2004, 18:01
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Graz 2003 war zweifellos ein gutes Pflaster für jemanden wie den jungen Konstantin Filippou ...

Graz 2003 war zweifellos ein gutes Pflaster für jemanden wie den jungen Konstantin Filippou. Denn der Grazer Halbgrieche ist nicht so, wie andere Köche sind, liebt die Avantgarde, liebt es, seine Küche als Performance mit essbarem Ergebnis zu sehen, liebt es aber auch, "bis zu fünf Stunden am Stück in der Küche zu stehen, nur um ein neues Gericht zu kreieren. Die Lust an der Perfektion erlernte Konstantin Filippou in London, wie er sagt, wo er bei keinem Geringeren als Großmeister Gordon Ramsey kochte. Wie dieser versucht er sich mit Vorliebe in der Kombination von Fisch und Fleisch, eine Klasse für sich wurde Filippou jedoch bereits in Sachen Desserts - die gelten als eine der Sehenswürdigkeiten im neuen Grazer "Alien"-Kunsthaus.


Alter: 24, geboren in Graz
Wichtigste Karrierestationen: Von der Menschlichkeit her das Steirereck, vom Einfluss der Gastronomie und von der Perfektion her London
Vorbilder: Eigentlich die klassischen Köche, von der Kreativität her aber die Spanier, vor allem Juan Mari Arzac
Worum wird es in Zukunft gehen? Um die Darstellung, die Show, es wird darum gehen, Dinge komplett neu und anders darzustellen, eine spannende Performance auszurichten, aber immer mit geschmacklicher Berechtigung
Persönliche Ziele: Den Leuten hier meine Linie darzustellen, nicht mit dem Mainstream mitschwimmen, einen anderen Weg gehen; noch ein paar Starköche anschauen; ein eigenes Lokal in Griechenland
Ein Gericht, das ich nie vergessen werde: In Griechenland, da ist einfach alles viel besser, der Fisch, der Geschmack . . .
Arbeitsplatz: Les Vipères, im Kunsthaus, Lendkai 1, 8020 Graz
(Florian Holzer, Der Standard/rondo/02/07/2004)

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