Haupt: "Ich war immer ein guter Arbeiter, aber ein schlechter Verkäufer"

2. Juli 2004, 17:25
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Scheidender Bundesparteichef würde gern weiter politisch tätig sein

Klagenfurt - Der scheidende freiheitliche Bundesparteichef Herbert Haupt bekräftigte am Mittwoch, auf jeden Fall politisch weiter tätig sein zu wollen - am liebsten als Sozialminister, aber auch in einer anderen Funktion. "Ich bin gerne Sozialminister und würde gerne noch viele wichtige Aufgaben fertig machen", sagte er nach der Sitzung der Landesparteileitung der Kärntner Freiheitlichen in Klagenfurt. Haupt: "Ich denke nicht an Abschied, sondern an Arbeit."

Auch für den Fall, dass er nicht mehr Sozialminister sein sollte, will Haupt dem FPÖ-Team um Ursula Haubner und Hubert Gorbach angehören: "Ich bin gerne bereit in diesem Team mitzuarbeiten, wohin man mich stellt." Wenn es der Wunsch sei ihn als Minister abzulösen, werde er eben "woanders weiter arbeiten".

Zu seinem Abschied als Bundesparteichef bemerkte Haupt, er habe immerhin die operative Arbeit innerhalb der Partei sowie die Führung in der FPÖ-Regierungsmannschaft schon vor sechs Monaten abgegeben und seither viel mehr Zeit für seine Regierungsagenden. Konkret zu seiner Rolle im Politgeschäft sagte der scheidende Parteiobmann: "Ich war immer ein guter Arbeiter, aber ein schlechter Verkäufer."

Auf etwaige Differenzen innerhalb der FPÖ wegen Forderungen des "rechtsnationalen Flügels" angesprochen meinte Haupt, für ihn gebe es "keinen rechtsnationalen Flügel, sondern nur die Freiheitlichen". Auch sei er selbst "weder in einem Lager noch in einem anderen". Haupt wollte deshalb auch nicht sagen, ob er ein allfälliges Antreten Ewald Stadlers bei der Wahl zu den stellvertretenden Parteichefs unterstützen würde. Für ihn gehe es nur um die Unterstützung der künftigen Parteiobfrau Ursula Haubner und ihres Teams. Haupt: "Und dazu stehe ich." (APA)

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