Radsport: Millar gesteht EPO-Doping

1. Juli 2004, 22:32
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Zeitfahr-Weltmeister wird nicht zur Tour de France zugelassen

Biarritz - Zeitfahr-Weltmeister David Millar hat nach einem Bericht der französischen Sportzeitung "l'Equipe" vom Freitag EPO-Doping zugegeben. Das käme nach den Statuten des Welt-Radsport-Verbandes UCI einem positiven Doping-Befund gleich, der eine Sperre nach sich zöge. Millar wird bei der Tour de France heuer definitiv nicht dabei sein. Die Organisatoren der haben am Freitag bekannt gegeben, dass sie keine Fahrer zulassen, die in laufende Doping-Verfahren involviert sind. Auch sein Olympia-Start in Athen erscheint jetzt unmöglich. Der 27-jährige Schotte war am Donnerstagabend nach 48-stündigem Polizei-Gewahrsam entlassen worden.

Laut "l'Equipe" seien in Millars Haus in Biarritz an der französisch-spanischen Grenze leere Ampullen gefunden worden. Das Geständnis habe ihm die französische Polizei anlässlich eines Verhörs abgerungen. Der Schotte, der bei der vergangenen Tour das abschließende Zeitfahren gewonnen hatte und dabei Lance Armstrong und Jan Ullrich schlug, verdient sein Geld im Team Cofidis, gegen das seit Februar 2004 wegen organisierten Dopings ermittelt wird. Acht Personen wurden bisher unter Anklage gestellt.(APA/dpa)

  • Fahrverbot für David Miller.

    Fahrverbot für David Miller.

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