Ambitioniertes Münchner Filmfest

30. Juni 2004, 08:49
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Historien-Romanze um Maler und Dienstmagd eröffnet einen Marathon von 200 Filmen bis zum 3. Juli

München - Mit der Deutschland-Premiere des Films "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" startet am Freitag, den 25. Juni, das 22. Münchner Filmfest. Peter Webbers opulent und mit großem Gestus inszenierte historische Romanze um die junge Dienstmagd Griet (Scarlett Johansson) und den holländischen Maler Jan Vermeer verspricht ein "Fest der Sinne", so zumindest Festivaldirektor Andreas Ströhl: Bis zum 3. Juli würden knapp 200 Filme aus fünf Kontinenten zu einem Kino-Marathon einladen.

Eine besondere Rolle spielen in diesem Jahr das unabhängige asiatische Kino und Musikfilme, vor allem über Rockmusik und Blues. Zu den Highlights gehören dabei der Spielfilm "De-lovely" über Cole Porter, die Dokumentation "Fallen Angel" über den Country-Pionier Gram Parsons und das Porträt der Heavy-Metal-Band Metallica.

Starparade

Zu den Stargästen zählen die finnischen Brüder Aki und Mika Kaurismäki, von denen 45 Filme in einer Retrospektive gezeigt werden, und der britische Regisseur Alan Parker, der den CineMerit Award des Filmfestes erhält.

Renommierte Filmemacher wie Jean-Luc Godard, Luc Bondi und Jacques Rivette sowie Jungregisseure wie Nicolas Boukhrief sind in der Reihe "Nouveau Cinéma Francais" zu sehen. Die unabhängigen amerikanischen Independent-Filme beschäftigen sich diesmal stark mit politischen Themen wie die Dokumentation "Uncovered: The War on Iraq" von Robert Greenwald. Auch der Film "Control Room" hat den Irak-Krieg zum Thema, während sich das mit einem Oscar belohnte Werk "Fog of War" von Errol Morris mit dem Vietnam-Krieg befasst.

Deutsche Beiträge

Zu den herausragenden deutschen Beiträgen zählen unter anderem "Farland" von Michael Klier sowie die für den Förderpreis Deutscher Film nominierten Werke "Sommersturm" von Marco Kreuzpaintner und "Die fetten Jahr sind vorbei" von Hans Weingartner.

Der "Bernhard Wicki Friedenspreis" des Deutschen Films geht in diesem Jahr an Volker Schlöndorff. Der Oscar-Regisseur erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis für seinen jüngsten Film "Der neunte Tag", der auf dem Filmfest uraufgeführt wird. Der Preis ist nach dem im Jahr 2000 gestorbenen Regisseur und Schauspieler Bernhard Wicki benannt. (APA/dpa)

  • "Das
Mädchen mit dem Perlenohrring"
    foto: münchner filmfest

    "Das Mädchen mit dem Perlenohrring"

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