Stadt Wien als Linux-Pionier

2. Juli 2004, 15:32
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Stadt Wien beschäftigt sich seit 1989 mit Open Source - Zahlreiche Server im Einsatz

Für Abgeordnete der Wiener SPÖ stand am Montag ein Linux-Workshop auf der Tagesordnung – wo die Volksvertreter ordentlich Linux-Luft schnuppern durften.

Zugriff

Begleident dazu stellte SPÖ-Gemeinderat Siegi Lindenmayr in einer Presseaussendung klar: "Das freie Betriebssystem Linux ist das bekannteste Beispiel für sogenannte Open Source-Software. Open Source bedeutet, der Kern des Programms ist frei und kostenlos verfügbar" "Dadurch kann eine große Gemeinde von Programmierern weltweit gemeinsam an einer Software arbeiten, sie verbessern und zusätzlich Software-Werkzeuge entwickeln. Hersteller wie Microsoft verbieten dagegen den öffentlichen Zugriff auf den Quellcode ihrer Software, um die Rechte an ihrem Eigentum zu wahren."

Seit 1989 in Einsatz

Im Wiener Magistrat beschäftigen sich Techniker bereits seit 1989 mit Open Source-Projekten. Seit 1995 laufen zahlreiche Anwendungen, vorwiegend Server, unter Linux. "In diesem Bereich zählt Wien zu den Pionieren in Europa.", unterstreicht Lindenmayr.

Client

Die kürzlich in Wien abgehaltenen "Linux-Wochen" hatten diesmal den Linux-Einsatz am Desktop bzw. am Client zum Thema. Auch in diesem Bereich laufen im Magistrat der Stadt Wien Untersuchungen und Studien, wobei hier ein ernsthafter Betrieb erst frühestens in zwei bis drei Jahren zu erwarten sein wird. Lindenmayr abschließend: "Im Gegensatz zu München ist aber in Wien keine Eile nötig, da sowohl die eingesetzte Hardware als auch die Software zeitgemäß sind und kein rascher Zwang zu einer möglichen Umstellung besteht." (red)

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