Luxus-Juwelier Tiffany verklagt eBay wegen gefälschter Produkte

2. Juli 2004, 15:42
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73 Prozent angeblich Falsifikate - Abbruch von 19.000 Auktionen erwirkt - Internet-Versteigerer nimmt Problem "sehr ernst"

Der Luxus-Juwelier Tiffany hat gegen das Internet-Auktionshaus eBay Klage wegen Beihilfe zur Verletzung seines Markenzeichens eingereicht.

Fälschungen

Ein Tiffany-Sprecher sagte am Montag, bei einer Untersuchung des eBay-Angebotes von diesem Jahr hätten sich 73 Prozent der mit "Tiffany" ausgezeichneten Produkte als Fälschungen herausgestellt. Ein Sprecher von eBay verwies auf die Antifälschungsinitiative des Unternehmens, VeRO. Der Klagetext von Tiffany liege ihm nicht vor, sagte er und nahm dazu nicht Stellung. Die Klage war am Freitag in New York eingereicht worden.

"Da sie damit Geld machen, die Öffentlichkeit betrogen wird und Tiffany den Schaden hat, kommt die Frage auf, wer die Lasten der Überwachung tragen sollte", sagte der Tiffany-Anwalt James Swire. Über eBay-Projekte wie VeRO hätten zwei Vollzeit- Angestellte der Firma den Abbruch von 19.000 Auktionen erwirkt.

Auflistung

In der Klage wird verlangt, dass eBay keine gefälschten Tiffany-Produkte mehr auf seinen Seiten aufführen darf und die Gewinne durch diese Produkte auflisten muss. Anderenfalls soll eBay für jede gefälschte Produktart bis zu einer Million Dollar zahlen. "Wir nehmen diese Sorgen sehr ernst", sagte der eBay-Sprecher. "Deswegen arbeiten wir seit Jahren mit Tiffany und Tausenden anderen Inhabern von Rechten in unserem VeRO-Programm eng zusammen, um ihnen dabei zu helfen, derartige Fragen anzugehen." (APA/Reuters)

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