Zwei Anzeigen gegen möglichen Böhmdorfer-Nachfolger Stefan

25. Juni 2004, 10:11
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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Wirtschaftsdelikten - Aufhebung der Immunität beantragt

Wien - In der Nachfolgefrage um den zurückgetretenen Justizminister Dieter Böhmdorfer (F) werden als mögliche Kandidaten auch der Wiener freiheitliche Landtagsabgeordnete Harald Stefan und der ehemalige Obmann des Rings Freiheitlicher Jugend, Rüdiger Schender, genannt. In der "Presse" heißt es zu Stefan, der potenzielle Böhmdorfer-Nachfolger beschäftige seit Wochen die Staatsanwaltschaft Wien. So gebe es zwei Anzeigen gegen den Wiener FPÖ-Landtagsabgeordneten.

Den beiden mit den zwei Anzeigen (Verdacht auf Wirtschaftsdelikte) gegen Stefan beschäftigten Staatsanwälten sind die Hände gebunden. Sie müssten die Aufhebung der Immunität Stefans beantragen, um ermitteln zu können. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Otto Schneider, wollte die Ermittlungen gegen Stefan gegenüber der "Presse" weder bestätigen noch dementieren.

"Kein Kopfzerbrechen"

Stefan selbst erklärte, er sei nur Mitbeteiligter und nicht Hauptbeschuldigter. "Mir hat das bisher kein Kopfzerbrechen bereitet, weil ich davon ausgehe, dass die Verfahren gegen mich eingestellt werden".

Harald Stefan war im Personenkomitee des künftig im EU-Parlament für die FPÖ sitzenden Andreas Mölzer aktiv.

In der "Kronen Zeitung" war Schender als möglicher Böhmdorfer-Nachfolger genannt worden. Schender wiederum gilt parteiintern als Liberaler. (APA)

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    Harald Stefan geht davon aus, dass die Verfahren gegen ihn eingestellt werden.

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