350.000 Webadressen in Österreich vergeben

1. Juli 2004, 23:19
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80 Prozent der ".at"-Domains im österreichischen Besitz

In Österreich sind rund 350.000 Internet-Adressen ("Domains") registriert, weltweit sollen es 63 Millionen sein, so die jüngsten Zahlen des österreichischen Domainverwalters nic.at sowie des im kalifornischen Mountain View ansässigen Adressbetreuers VeriSign. Gab es 1997 hierzulande gerade einmal 11.321 Homepage-Besitzer, so versechsfachte sich die Zahl bis 1999. Im Jahr 2000 gab es in Österreich laut nic.at bereits über 150.000 registrierte Domains. Im vergangenen Jahr hatte sich diese Zahl auf gut 310.000 verdoppelt.

2003 rund 42.500 Neuanmeldungen

Die Inhaber von .at-Adressen kommen nach nic.at-Angaben zu "gut 80 Prozent aus Österreich und fast 13 Prozent aus Deutschland". Der Anteil an deutschsprachigen Domaininhabern liege bei über 94 Prozent. Von den vergebenen Adressen würden rund 94 Prozent auf ".at"-Endungen entfallen, der Rest seien Adressen mit ".co.at", oder ".or.at". Den stärksten Anstieg bei den Internetadress-Registrierungen gab es nach nic-at-Statistik im Jahr 2000 mit knapp 90.000 Neuanmeldungen, 2003 waren es rund 42.500.

Arabisch, Chinesisch oder Kyrillisch

Geht es nach dem US-Anbieter VeriSign, dann steht weltweit ein neuer Domain-Boom bevor. Grund seien neue Endungen wie ".biz", ".info" und ".museum". Zudem könnten jetzt auch Domainnamen mit Sonderzeichen sowie arabischen, chinesischen oder kyrillischen Buchstaben angemeldet werden. Alleine im ersten Quartal 2004 seien rund um den Globus 4,7 Millionen neue Internet-Adressen dazu gekommen.

In Österreich können seit 1. April auch Adressen mit Umlauten angemeldet werden, der Ansturm war auch hier in den ersten Tagen groß. nic.at-Chef Richard Wein schränkte jedoch im APA-Gespräch ein, dass die internationalen Zahlen nur bedingt die wahre Situation wiedergeben würden.

Wie VeriSign berichtete, werden von den 63 Millionen Domains weltweit ohnehin nur 72 Prozent tatsächlich genutzt. Grund dafür sei die Hoffnung von Geschäfts- und Privatleuten gewesen, mit dem Kauf klingender Namen und dem folgenden Verkauf an ein Unternehmen mit gleichem Wortlaut gut zu verdienen. Die internationale Rechtssprechung hat dieser Hoffnung aber meist einen Riegel vorgeschoben. (APA/AFP)

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