Primzahl-Rekorde: Kaum aufgestellt, sollen sie schon wieder purzeln

10. Juni 2004, 18:00
12 Postings

Mathematiker der TU-Berlin wollen Findleys jüngste Errechnung mit einer Zahl mit zehn Millionen Stellen übertreffen

Berlin - Kurz nachdem der US-Wissenschaftler Josh Findley eine Primzahl mit sieben Mio. Stellen gefunden hat, planen Mathematiker der TU-Berlin bereits einen neuen Weltrekordversuch. Am 12. Juni wollen sie im Mathematikgebäude der Universität eine Mersennesche Primzahl mit mehr als zehn Mio. Stellen berechnen.

Insgesamt werden rund 100 Computer des Instituts für Mathematik für die Berechnung im Einsatz sein. Für den Test einer Primzahl wird die Software GIMPS auf den Testrechnern installiert und zehn Mio. Mal zwei Zahlen mit je zehn Mio. Stellen multipliziert. Die Software kann unter Mersenne.org gratis herunter geladen werden. Interessierte können die an der TU-Berlin eigens für den Weltrekord entwickelten Software "Kash/Kant" kostenlos testen.

Benannt wurde die Primzahl nach dem französischen Mönch und Mathematiker Marin Mersenne, der das mathematische Phänomen vor rund 300 Jahren beschrieben hat. Sollte der bisherige Weltrekord von 7,2 Mio. Stellen überboten werden, winkt ein Preisgeld von 100.000 Dollar. Dieser Betrag wurde von der Electronic Frontier Foundation für den ersten Primzahlenbeweis einer Zahl mit mehr als zehn Mio. Stellen ausgeschrieben. (pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Namenspatron Marin Mersenne

Share if you care.