Linux erobert Brasilien

18. Juni 2004, 12:44
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Auch Banken wollen auf das Open Source- Betriebssystem umsteigen - "Freedows" soll Migration erleichtern

Die offene Unterstützung von Linux durch die brasilianischen Behörden zeitigt nun auch erste Erfolge abseits des öffentlichen Sektors. So soll das Open Source Betriebssystem künftig auch von weiten Teilen der Industrie übernommen werden, darunter auch 42 Prozent aller Banken des Landes, dies berichtet die New York Times.

Beispielhaft

Ein Beispiel des starken Supports für die Linux-Ausrichtung des Landes ist "Freedows": Dabei handelt es sich um eine speziell angepasste Linux-Version, die in ihrem Erscheinungsbild und ihrer Funktionalität Windows nachahmt, um so den Umstieg zu erleichtern. Auch soll sich zahlreiche Windows-Software damit unter dem Open Source Betriebssystem einsetzen lassen.

Kooperation

Freedows wurde in den letzten zwei Jahren in einer Kooperation von lokalen EntwicklerInnen und der Banco do Brasil, der größten Bank des Landes, entwickelt. Die Software ist im Abonnement erhältlich und kostet zwischen 27 und 30 US Dollar pro Jahr, dafür gibt es unter anderem regelmäßige Updates über das Internet.

Ausblick

Die Ziele von Freedows sind jedenfalls ambitioniert: Bis 2006 sollen 15 Millionen BenutzerInnen das Betriebssystem verwenden. Um dies zu erreichen soll es schon bald auch Versionen in Chinesisch, Englisch und Spanisch geben. (red)

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