Software geht E-Mails auf den Grund

14. Juni 2004, 10:22
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"Nicht bekommen" als Ausrede nicht mehr möglich

Eine neue Software ermöglicht es, herauszufinden, ob E-Mails tatsächlich gelesen werden oder nicht. Außerdem liefert DidTheyReadIt Informationen über den Ort, wo das E-Mail gelesen wurde, sowie über die Dauer des Lesevorganges. Das neue an DidTheyReadIt ist, dass der Empfänger nicht weiß, dass sein E-Mail derart überwacht wurde, wie die New York Times (NYT) berichtet.

Optional

E-Mail-Programme wie Outlook oder Eudora bieten zwar einen Service an, der den Empfänger auffordert, den Sender nach Erhalt eines E-Mails zu verständigen. Msgtag bietet einen ähnlichen Service, der dem Sender ein E-Mail schickt, sobald der Empfänger das E-Mail geöffnet hat. Auch bei Online-Grußkarten kann man die Option wählen, verständigt zu werden, wenn die Karte geöffnet wird.

Zweifelhaft

Kritiker sehen die Privatsphäre gefährdet, der Hersteller Rampell Software kontert damit, dass DidTheyReadIt gegen Spam-Filter ankämpfen soll, da viele E-Mails aufgrund von Spam-Filtern nicht mehr beim Empfänger landen. Alastair Rampell, ein Entwickler der Software, hat seit dem Launch am 24. Mai bereits über 1.000 Beschwerde-E-Mails erhalten. Der Inhalt war zweigeteilt: die einen beschwerten sich über den Überwachungsfaktor des Services, die anderen darüber, dass es nicht einwandfrei funktioniert. Die Software verstößt nicht gegen das US-Pirateriegesetz.

Auswahl

DidTheyReadIt kann in verschiedenen Abo-Varianten gekauft werden, 25 Dollar sind beispielsweise für drei Monate, 50 Dollar für das ganze Jahr zu bezahlen. Bis zu fünf Nachrichten können monatlich gratis versendet werden. (pte)

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