John Kerry wurde Opfer von "Google-Bombing"

9. Juni 2004, 12:59
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Bei Eingabe von "Waffles" ("leeres Geschwätz") erscheint Homepage des Präsidentschaftskandidaten

"Google Bombing", eine Manipulation der bekannten Internetsuchmaschine, hat ein neues Opfer gefordert: Wenn man in der Suchmaschine den Begriff "Waffles" (bedeutet übersetzt sowohl "Waffeln", als auch "leeres Geschwätz", Anm.) eingibt, erscheint die Internetseite des demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry als erster Treffer. Das berichtete das amerikanische Internetmagazin "Wired" am Montag in seiner Onlineausgabe.

Trickreich

Der Trick funktioniert laut dem Magazin, indem auf so genannten Weblogs verächtlich machende Begriffe mit einzelnen Seiten verlinkt werden. Demnach funktioniert das "Bombing" auch mit den Suchmaschinen "Yahoo", "Lycos" und "AltaVista". Wie "Wired" berichtete, soll ein Jusstudent aus Pennsylvania für das "Bombing" auf Kerrys Site verantwortlich sein.

Seltsame Spiele

Auch der amtierende Präsident George W. Bush ist bereits mehrmals Zielscheibe solcher Attacken gewesen: Die Suche nach den Worten "miserable failure" ("klägliches Versagen") führt beispielsweise zur Biografie des Präsidenten auf der Internetseite des Weißen Hauses. Der Trick funktioniert aber auch umgekehrt, wie fleißige "Google-Bomber" bewiesen: Gibt man "great president" ein, erscheint die Seite ebenfalls.

Einheimisch

Ebenfalls Opfer dieser Form der Manipulation wurde Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Gibt man das Wort "Inkompetenz" ein, ist der erste Treffer karlheinzgrasser.at. (APA)

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