Das Europäische Parlament und die neuen Mitglieder

8. Juli 2004, 17:00
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162 Parlamentarier aus den zehn Beitrittsstaaten

Straßburg - Mit der Erweiterung der Europäischen Union um zehn auf 25 Mitgliedsländer ist auch das Europäische Parlament weiter gewachsen. Zu den 626 bisherigen Abgeordneten kamen 162 ParlamentarierInnen aus den neuen EU-Ländern hinzu. Die Zahl der ParlamentarierInnen aus den einzelnen Mitgliedsländern orientiert sich an der jeweiligen Bevölkerungsgröße. Polen zum Beispiel entsendet 54 Abgeordnete nach Straßburg, Tschechien und Ungarn jeweils 24, Malta nur fünf.

Das Europaparlament mit 788 Abgeordneten währte jedoch nur kurz, denn mit den EU-Wahlen vom Juni schrumpfte die Versammlung auf 732 Mitglieder. Wie im Vertrag von Nizza festgelegt, behalten lediglich das mit Abstand bevölkerungsstärkste Deutschland seine 99 und das kleine Luxemburg seine 6 Abgeordneten. Alle anderen "alten Mitgliedsstaaten" entsenden nun weniger PolitikerInnen als bisher ins Parlament. Die drei "Großen" Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich werden mit 78 statt bisher 87 Abgeordneten vertreten sein, Spanien (bisher 64) wie Neumitglied Polen mit 54.

Das Europäische Parlament hat seinen Sitz in Straßburg. Dort finden jährlich zwölf Plenarsitzungen statt. Das Generalsekretariat des Parlamentes sitzt in Luxemburg, in Brüssel haben die Abgeordneten ihr Hauptbüro. Dort finden auch die meisten Ausschuss- und Fraktionssitzungen sowie ein Mal im Monat die zweitägigen Mini-Plenarsitzungen statt. (APA/dpa)

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