Kärnten: Erste Trends sehen FSG als Wahlsieger

30. April 2004, 00:00
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Verluste für Freiheitliche und Christgewerkschafter - Hohe Wahl­beteiligung nützte vor allem den Sozialdemokraten

Klagenfurt - Bei der Arbeiterkammer-Wahl in Kärnten zeichnete sich am Donnerstagabend ein in diesem Ausmaß unerwarteter Sieg für die Sozialdemokraten und deren Spitzenkandidat AK-Präsident Günther Goach ab. Freiheitliche und Christgewerkschafter verloren. Die Grünen dürften zwei Mandate erreichen. Wahlkartenwähler konnten noch bis Mitternacht ihre Stimme abgeben.

Sozialdemokratische GewerkschafterInnen dürften 70 Prozent Marke deutlich überspringen

Nach Angaben aus der Wahlkommission dürfte die höhere Wahlbeteiligung von rund 52 Prozent (2000: 49,9 Prozent) vor allem der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) zu Gute gekommen sein. Sie dürften die 70-Prozent-Marke deutlich übersprungen haben. Eine erste Trendrechnung ergab einen Stimmenanteil von 72,5 Prozent, vor vier Jahren hatte die FSG 66,4 Prozent erreicht. Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) mussten - nach Auszählung von 36,6 Prozent der abgegebenen Stimmen - mit einem Verlust von drei Prozentpunkten rechnen, von 19 auf 16,1 Prozent.

Schwere Stimmenverluste zeichneten sich auch für die ÖAAB-FCG-Fraktion ab, die vor vier Jahren 13,5 Prozent der Stimmen erreicht hatte und nun nur noch bei 8,2 Prozent lag. Die Grünen hielten bei dieser Trendrechnung bei 2,7 Prozent und hätten damit mit zwei Mandaten den Einzug in die Vollversammlung geschafft. (APA)

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