US-Abgeordnete halten Anschlag in Damaskus für "inszeniert"

30. April 2004, 10:24
13 Postings

Parlamentarier: "Politisches Manöver des syrischen Regimes" - Man wolle US-Sanktionen wegen angeblicher Unterstützung des Terrorismus entgehen

Washington - Der Bombenanschlag im Diplomatenviertel von Damaskus war nach Ansicht von US-Abgeordneten von der syrischen Führung "inszeniert", um den geplanten US-Sanktionen wegen angeblicher Unterstützung des Terrorismus zu entgehen.

Aufforderung: Bush solle Strafmaßnahmen gegen Syrien unverzüglich umsetzen

Der demokratische Abgeordnete Eliot Engel aus New York und die Republikanerin Ileana Ros-Lehtinen aus Florida forderten US-Präsident George W. Bush am Mittwoch auf, die beschlossenen Strafmaßnahmen gegen Syrien ohne Verzug umzusetzen.

"Politisches Manöver des syrischen Regimes"

Der Anschlag am Dienstagabend sei nur "ein weiteres politisches Manöver des syrischen Regimes", um den Sanktionen zu entgehen, erklärte Ros-Lehtinen. Ihr Kollege Engel betonte, Syrien könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass es seit Jahren Terrorismus unterstütze.

US-Kongress hatte im Vorjahr Sanktionen gegen Syrien gebilligt

Bei einem Schusswechsel nach dem Anschlag waren nach offiziellen syrischen Angaben am späten Dienstagabend zwei der vier Attentäter sowie eine Passantin und ein Polizist getötet worden. Der US-Kongress hatte im November 2003 wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen gegen das Land gebilligt.

Washington wirft Damaskus unter anderem vor, mehrere als terroristisch eingestufte politische Gruppen zu unterstützen und "Terroristen" zur Bekämpfung der US-geführten Truppen nach Irak einreisen zu lassen. (APA)

Share if you care.