Sallmutter zollt streikenden Veloce-Fahrern Respekt

29. April 2004, 15:35
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GPA-Chef erklärt sich mit Radboten solidarisch - Demo am Wiener Heldenplatz

"Solidarisch" mit den streikenden Radboten des Fahrrad- und Autobotendienstes Veloce erklärte sich am Dienstag der Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter. Er war mit dem Rad zur Demo-Auftaktveranstaltung am Wiener Heldenplatz gekommen.

Sallmutter kritisierte die "radikale Form der Unternehmensführung" von Veloce-Chef Paul Brandstätter und zollte den rund 100 Demonstranten seinen "Respekt" und seine "Wertschätzung".

Mitarbeiter wieder beschäftigen

Er forderte Brandstätter auf, alle Mitarbeiter zu den von den Fahrern geforderten Konditionen wieder zu beschäftigen. Sallmutter bezeichnete es "als unglaublich", dass die Fahrer keinen Einblick in ihre Sozialversicherungsverträge hätten.

Boom bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen

Kritik an der Gewerkschaft, zu spät auf den Boom bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen reagiert zu haben, ließ Sallmutter teilweise gelten. Man habe in der Anfangsphase dieser Entwicklung vielleicht zu wenig getan. Mittlerweile habe man aber zahlreiche Initiativen gesetzt. Er nannte als Beispiel die Interessengemeinschaft "work&flex", die unter anderem auf Initiative von Veloce-Fahrern vor einigen Jahren gegründet wurde.

Die Fahrer wollen zu Mittag über den Ring zur Firmenzentrale in den dritten Bezirk radeln und rechnen noch mit weiteren Teilnehmern. Die Polizei geht von einer friedlichen Veranstaltung aus. (APA)

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    Demo der Fahradboten am Wiener Heldenplatz

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