Klestil vergaß Wahlkarte bei Stimmabgabe

26. April 2004, 17:35
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Bezirksvorsteher bürgte für ihn - Klestil gab keine Auskunft über Wahlverhalten

Wien - Begleitet von seiner Frau Margot hat der noch amtierende Bundespräsident Thomas Klestil am Sonntag seine Stimme in einem Kindertagesheim auf der Hohen Warte abgegeben. Ob er sie der ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner oder dem SP-Bewerber Heinz Fischer gab, wollte Klestil freilich nicht verraten. Die Wahlhelfer stellte er vor ein kleines Problem: Der Bundespräsident vergaß nämlich seine beantragte Wahlkarte. Wer eine Wahlkarte hat, kann eigentlich ohne sie keine Stimme abgeben.

Die Lösung des Problems hatte dann der ebenfalls anwesende Bezirksvorsteher des 19. Bezirks, Adolf Tiller. Er übernahm persönlich die Garantie für das Nachbringen der Wahlkarte. Er werde den Bundespräsidenten mit nach Hause begleiten und die Wahlkarte dann nachreichen, sagte er den Wahlhelfern.

Zu seinen Erwartungen hinsichtlich des Wahlergebnisses wollte Klestil keine Auskunft geben: "Das kann ich nicht sagen". Zuerst werde das "Volk entscheiden. Dann wird man weiter sehen". (APA)

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    Der Bundespräsident bei der Stimmabgabe. Da er seine Wahlkarte vergessen hatte, musste der Bezirksvorsteher des 19. Bezirks, Adolf Tiller, zuerst aber für das Nachbringen der Wahlkarte garantieren.

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    Wen er gewählt hat, wollte das Noch-Staatsoberhaupt nicht bekanntgeben.

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