Hohe Opferzahl wird aufgrund dichter Besiedlung vermutet

25. April 2004, 21:14
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Informationen über Bevölkerungszahlen sind nur unzureichend vorhanden - offizielle Statistiken gibt es nicht

Seoul - Satellitenbilder zeigen, dass Häuser dicht aneinander gedrängt unweit der Eisenbahnstrecke liegen. Südkoreanische Medien führten deshalb unter anderem die große Zahl von Opfern bei dem schweren Zugunglück vom Donnerstag auf diese große Konzentration von zum Teil mehrstöckigen Gebäuden entlang der Strecke und in der Nähe des Bahnhofs zurück. Die Hohe Opferzahl wird aufgrund dieser auf Bildern sichtbaren Besiedlung errechnet.

Keine offiziellen Statistiken

Informationen über Ryongchon und das Leben der Bevölkerung sind nur unzureichend vorhanden, da Nordkorea keine offiziellen Statistiken herausgibt. Doch heißt es in Südkorea, dass dort eine große Zahl ethnischer Chinesen lebt. Das für die innerkoreanischen Beziehungen zuständige Vereinigungsministerium in Seoul gibt die Einwohnerzahl nur sehr ungenau von 30.000 bis 120.000 an.

Ryongchon ist Durchgangsstation für zahlreiche Händler

Die Stadt Ryongchon (Yongchon) im Nordwesten der koreanischen Halbinsel gilt als Durchgangsstation für zahlreiche Händler aus Nordkorea und China. Südlich des Grenzflusses Yalu liegt die Stadt nur wenige Kilometer von der Hauptstadt der Provinz Süd-Pyongan, Sinuiju, entfernt. Sie liegt strategisch günstig auf der wichtigen Eisenbahnlinie zwischen Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang und Sinuiju.

Entwickeltes Straßensystem

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen gehören demnach der Maschinenbau und die Lebensmittelverarbeitung. Auch verfüge die Stadt im Vergleich zu anderen Provinzstädten über ein "entwickeltes Straßensystem". Eine Reihe von Produktionsstätten der Leichtindustrie befinden sich in der Nähe der Bahnhofs. (APA/dpa)

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