Moussaoui droht wegen 9/11-Verschwörung weiter die Todesstrafe

26. April 2004, 19:43
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Berufungsgericht im US-Staat Virginia: Richter-Verbot sei nicht gerechtfertigt

Washington - Die US-Regierung muss sich nicht dem gerichtlichen Verbot einer Todesstrafe im Terrorprozess gegen Zacarias Moussaoui beugen. Ein Berufungsgericht im US-Staat Virginia entschied am Donnerstag, das von Richterin Leonie Brinkema verhängte Verbot sei nicht gerechtfertigt. Im Falle eines Schuldspruchs des im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 angeklagten Moussaoui will die Regierung die Todesstrafe beantragen.

Zugleich rief das Berufungsgericht Brinkema auf, im Streit um Zugang Moussaouis zu möglichen Entlastungszeugen aus den Reihen der El Kaida einen Kompromiss zu finden. Die Regierung war gegen Brinkemas Entscheidung vorgegangen, Moussaoui eine Befragen der Zeugen zu ermöglichen. Dem Richterspruch vom Donnerstag zufolge soll nun geprüft werden, ob die Aussagen der Inhaftierten lediglich schriftlich eingeholt werden können.

Moussaoui, einem Franzosen marokkanischer Abstammung, wird Verschwörung mit den 19 Selbstmordattentätern vom 11. September 2001 vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er einen Anschlag mit einem Flugzeug auf das Weiße Haus verüben sollte. Moussaoui bestreitet jede Verwicklung in die Anschläge. (APA/AP)

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