Khol will keine Politiker als Rechnungshof-Präsidenten

23. April 2004, 19:14
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Experte soll den Posten bekleiden

Wien – Nationalratspräsident Andreas Khol will keinen Politiker als Nachfolger von Rechnungshofpräsident Franz Fiedler: „Ich glaube, dass die Zeit für Politiker vorbei ist, auch für Expolitiker, sondern dass dort Fachleute hinkommen sollen. Fiedler hat dieses Amt als absolut unabhängiger und unbestechlicher und relativ deutlich nach außen wirkender Präsident neu geprägt. An ihm werden alle anderen gemessen.“

Dass Staatssekretär Alfred Finz in dieses Amt gewählt werden könnte, schließt Khol aus. Zuletzt waren der Wirtschaftsprofessor Ewald Novotny, der ehemalige FPÖ-Klubdirektor Josef Moser, der ehemalige Generalsekretär im Infrastrukturministerium, Friedrich Rödler, und der Rechnungshofbeamte Hubert Weber genannt worden.

Khol: „Wir werden uns im Juni damit befassen. Wer vorher genannt wird, wird nur genannt, um umgebracht zu werden. Jede Partei wird Kandidaten vorschlagen. Beim Rechnungshof hat noch immer in den letzten 20 Jahren gegolten, dass, wer als Papst hineingegangen ist, als Kardinal herausgekommen ist. Es wurden immer andere als vorgeschlagen gewählt.“ (völ/DER STANDARD, Printausgabe, 23. 4. 2004)

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