E-Banking: Kunden fühlen sich schlecht informiert

29. April 2004, 13:38
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Gesetzesänderung soll Vertrauen in Online-Transaktionen stärken

84 Prozent der deutschen Internetuser nutzen für ihre Bankgeschäfte auch Internet oder Telefon. Doch nur ein Drittel fühlt sich ausreichend über seine Rechte informiert. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage von Mummert Consulting und Inworks, einem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagement-Software, hervor.

Bessere Information

Ein Gesetzesentwurf der deutschen Bundesregierung soll nun dafür sorgen, dass Kunden von den Geldinstituten besser über ihre Rechte informiert werden. Auch ein zweiwöchiges Widerrufsrecht sollen die Geldinstitute ihren Kunden im Netz und am Telefon einräumen. Durch diese Maßnahme soll das Vertrauen der Verbraucher bei Finanzgeschäften außerhalb der Filiale gestärkt werden. Laut Mummert begrüßen die Kunden die neuen Richtlinien zum Verbraucherschutz. 62 Prozent der Befragten, die über den Gesetzesentwurf Bescheid wissen, werden nach der Einführung der neuen Vorschriften häufiger das Internet oder das Telefon für Bankgeschäfte nutzen.

Überweisung

Das wichtigste elektronische Finanzgeschäft ist derzeit die Überweisung. 97 Prozent der Befragten werden sie zukünftig auch weiterhin elektronisch abwickeln. 64 können sich vorstellen, nach der Gesetzesänderung auch mit Wertpapieren via Internet oder Telefon zu handeln. Für Kredite und Kontoeröffnungen suchen die Verbraucher aber weiterhin das direkte Gespräch mit den Beratern einer Bank.

Auch für die Banken wird sich das gestiegene Verbrauchervertrauen rechnen. Für Geldinstitute bedeuten Online-Transaktionen weniger Kosten, da weniger Personal in den Filialen notwendig ist. Standardtransaktionen wie Überweisungen oder Wertpapiergeschäfte lassen sich zudem kostengünstiger von Transaktionsbanken erledigen.(pte)

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