Zwei deutsche Kampflugzeuge kollidiert - Zwei Tote

22. April 2004, 21:27
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Suche nach Unglücksursache geht weiter

Garding - Nach dem Absturz zweier deutscher Kampfflugzeuge der Type Tornado über der nordfriesischen Halbinsel Eiderstedt ist die Unglücksursache weiter unklar. Die Ermittlungen sollen heute (Donnerstag) mit Hochdruck fortgesetzt werden. Die Kampfjets der Bundeswehr waren gestern (Mittwoch) während eines Übungsflugs an der Nordseeküste zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Garding abgestürzt. Nach Angaben der Bundeswehr kamen die beiden Soldaten der einen Maschine ums Leben, die zwei Insassen des anderen Jets konnten sich mit dem Schleudersitz und Fallschirm retten.

Ein Untersuchungsteam der Generalflugsicherheit der Bundeswehr in Köln reiste nach Garding, um die Unfallursache zu untersuchen. Die Kriminalpolizei in Flensburg nahm die strafrechtlichen Ermittlungen auf. Dabei werde auch geprüft, ob möglicherweise ein Fremdverschulden vorliege, sagte ein Polizeisprecher. Beide Piloten galten als sehr erfahren.

Nach Angaben der Luftwaffe in Berlin gehörten die beiden Flugzeuge zum Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" in Jagel (Kreis Schleswig- Flensburg). An Bord der beiden Jets waren jeweils ein Pilot und ein Waffensystemoffizier.

Nach Erkenntnissen der Deutschen Flugsicherung im hessischen Langen waren die Tornados als so genannte Sichtflieger in einem zeitweilig gesperrten Luftraum unterwegs. Während des Formationsfluges hätten die Piloten in einer Höhe von rund 5.000 Metern eine Kurve gezogen und seien dabei offensichtlich zusammengestoßen. Gegen 10.15 Uhr seien die beiden Maschinen von dem Radarschirm verschwunden.

Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es zwei Hauptabsturzstellen. Die beiden Überlebenden wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, die zwei Toten geborgen und deren Angehörige informiert. (APA/dpa)

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