Guildo Horn als Operettenstar in "Erlebnis-Ruine"

25. April 2004, 16:31
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Rocky Horror Show im Amphitheater von Trier - Ebenso Schauspiel-Führungen in Römerkostümen und Gladiatorenkämpfe

Trier - Mit dem Musical "The Rocky Horror Show", mit Gladiatorenkämpfen und Schauspiel-Führungen in Römerkostümen sollen die Stätten des UNESCO-Welterbes in Trier in diesem Jahr lebendig werden. So werde der Gladiator Valerius durch die Kampfarena des Amphitheaters und der Tribun Mallobaudes durch die Kaiserthermen führen, teilte der Leiter der Organisation Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz, Thomas Metz, am Dienstag mit. Geöffnet werden die Römerruinen auch für die Antikenfestspiele des Theaters Trier und für Gladiatorenkämpfe.

Die Nachfrage nach den mit Kostümen und Texten inszenierten Führungen sei riesig. "Das ist noch ausbaufähig - etwa an der Porta Nigra, dem römischen Wahrzeichen der Stadt", sagte Metz. Trier sei auf dem Weg zu einer lebendigen und weniger akademisierten Denkmalpflege. Allerdings sei die Zahl der Veranstaltungen im Amphitheater aus baurechtlichen Gründen beschränkt. Die Angebote reichen von Konzerten wie von Rosenstolz (22. Mai), über Musicals wie Rocky Horror Show (20. August) bis zu Giuseppe Verdis Oper "Aida" (1. August).

"Brot und Spiele"

In der ehemaligen Kampfarena des Theaters lässt die Stadt vom 13. bis 15. August beim Römerspektakel "Brot und Spiele" Gladiatoren kämpfen. "Erstmals sollen in diesem Jahr auch Tiere eingesetzt werden, es wird noch mehr auf Unterhaltungselemente gebaut", sagte Organisator Ronald Frank. In den Kaiserthermen schlägt ein römisches Lager die Zelte auf. Erwartet werden bei "Brot und Spiele" mehr als 20.000 Besucher.

In den Kaiserthermen gehen in diesem Jahr auch die VII. Antikenfestspiele 24. Juni bis 18. Juli über die Bühne. Schlagerstar Guildo Horn wird eine Theaterrolle in Jacques Offenbachs Operette "Die schöne Helena" übernehmen. Showstar Angelika Milster spielt die Titelrolle der Komödie "Lysistrata" von Aristophanes. Die Münchner Symphoniker eröffnen das Festival mit der Oper "Antigonae" von Carl Orff. (APA/dpa)

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