"Forbes" darf sich in Russland nicht "Forbes" nennen

29. April 2004, 11:42
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Axel Springer Debüt nur mäßig erfolgreich

Dem seit vergangener Woche in Russland erhältlichen Axel Springer Titel "Forbes" droht bereits eine Klage. Der Russe Wiktor Tschernyschow hat sich mit seiner Firma Mospatent den Namen Forbes bereits namensrechtlich schützen lassen und will Springer nun klagen. Die erste Ausgabe mit dem Titel "Instrument der Kapitalisten" wurde jedoch wie geplant vergangene Woche ausgeliefert. Axel Springer Russia stellt der drohenden Klage entgegen, das er die Namensrechte vom US-Unternehmen Forbes Inc. bekommen hat. Dies berichtet das target="_blank">"Handelsblatt" Dienstag.

Geplant war der Launch des Wirtschaftsmagazins bereits für Jänner gewesen. Erst nachdem der "Forbes"-Russlandexperte Paul Klebnikov als Chefredakteur nach Moskau bestellt wurde, konnte die erste Ausgabe publiziert werden. Der Rest des Teams in Moskau sind ausschließlich lokale Mitarbeiter. Geplant hatte Springer auch, ein weiteres Magazin auf den russischen Markt zu bringen. Ob dies jedoch noch bis zum geplanten Oktober-Termin machbar ist, ist fraglich. Die Testausgaben der russischen "Newsweek" seien so schlecht angekommen, dass sowohl die Verlagsverantwortlichen als auch der US-Namensgeber ein Veto gegen den ursprünglichen Start im März einreichten. Die "Bild" und andere erfolgreiche Titel des Springer Verlages werden in Russland erst nach dem "Newsweek"-Start besprochen. Größter Verleger in Russland ist Burda, das dort vor allem Frauen-, Auto- und Unterhaltungszeitschriften auf den Markt bringt. (pte)

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