Lenzing erhöht Dividende um 50 Prozent

27. April 2004, 14:23
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Ausschüttung von sechs Euro je Aktie - Jahresüberschuss um fast ein Viertel höher, Betriebsergebnis schwächer

Wien - Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing hat im abgelaufenen Jahr 2003 unter dem Strich deutlich mehr verdient und zahlt deshalb auch eine höhere Dividende.

Pro Anteil schüttet der börsenotierte Konzern an seine Aktionäre auf Vorschlag des Vorstandes 6 Euro aus, um die Hälfte mehr als für 2002 mit damals 4 Euro.

Nach endgültigen Zahlen ist der Jahresüberschuss aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 2003 um 23,2 Prozent von 49,2 auf 60,5 Mio. Euro gestiegen, gab Lenzing am Montag in den Unterlagen zu seiner heutigen Bilanzpressekonferenz in Wien bekannt. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 23,1 Prozent von 13,37 auf 16,46 Euro.

Höhere Beteiligungserträge

Dank eines besseren Finanzergebnisses auf Grund höherer Beteiligungserträge und positiver Einmaleffekte aus dem Verkauf der US-Beteiligung Lenzing Fibers Corporation (LFC) übertraf der Gewinn vor Steuern mit 77,5 Mio. Euro den Vorjahreswert um 7,5 Prozent.

Einziger Wermutstropfen in der Konzernbilanz: Das Betriebsergebnis (Ebit) sank um 5,6 Prozent von 78,4 auf 74,0 Mio. Euro. Auch der Umsatz fiel schwächer aus, er ging um 0,6 Prozent von 625,6 auf 621,9 Mio. Euro zurück.

Positiver Ausblick für 2004

Zum Ausblick für 2004 hieß es lediglich, das neue Jahr sei gut angelaufen: "Der Wachstumsmotor Asien, insbesondere China, brummt." Lenzing hat daher zuletzt auch eine neue Handelsfirma in Shanghai eröffnet.

Ein Ausbau der China-Aktivitäten sei derzeit in Prüfung, konkrete Entscheidungen sollen noch vor Jahresende 2004 fallen. Insgesamt erwartet die Lenzing-Gruppe heuer trotz zahlreicher Unsicherheiten (durch die weltpolitische Lage, den Dollar-Kurs und die weitere Entwicklung der Baumwollpreise) ein neuerlich gutes Jahr. (APA)

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