Vier US-Soldaten südllich von Bagdad getötet

19. April 2004, 15:28
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Konvoi in Hinterhalt geraten - Explosionen im Zentrum Bagdads angeblich kontrolliert

Bagdad - Bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi sind am Samstagabend drei US-Soldaten getötet worden. Der Konvoi war bei Diwanija, 160 Kilometer südlich von Bagdad, in einen Hinterhalt der Aufständischen geraten, die ihn mit Feuerwaffen attackierten, teilte das US-Militärkommando am Sonntag in Bagdad mit. Ein US-Marineinfanterist kam am Samstag "durch Feindeinwirkung" in der westirakischen Provinz Anbar ums Leben. Das Kommando der Marineinfanteristen machte dazu keine weiteren Angaben.

Explosionen

Das Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad ist am Sonntag von zwei Explosionen erschüttert worden, die aber von der US-Armee als kontrollierte Detonationen bezeichnet wurden. Das US-Militär zerstört häufig auf diese Art gefundene Waffen und Munition. Nach den Explosionen war Rauch aus dem Stadtgebiet aufgestiegen, in der sich die US-Zivilverwaltung befindet. Das Gebiet im Zentrum Bagdads wurde in der Vergangenheit häufig von Rebellen angegriffen, die für einen Abzug der US-geführten Besatzungstruppen kämpfen.

Zwei Lastwagenfahrer tot

Südlich von Kirkuk im Norden kamen zwei Lastwagen-Fahrer ums Leben, als sie nach Polizeiangaben am frühen Morgen von Bewaffneten mit Granatwerfern und Schusswaffen angegriffen wurden. Die Lastwagen hatten im Auftrag der US-geführten Koalition Betonblöcke geladen und waren unterwegs nach Tikrit. Die Angreifer seien geflohen, nachdem sie die beiden Fahrer getötet und die Lkw in Brand gesteckt hätten. US-Soldaten sperrten nach dem Angriff die Straße ab.

In der südöstlichen Stadt Amara lieferten sich britische Soldaten am Sonntag ein Feuergefecht mit Anhängern des radikalen Schiitenführers Moktada al Sadr. Die Soldaten umstellten mit vier Militärfahrzeugen ein Gebäude im Zentrum, in dem sich die Kämpfer verschanzt hielten. Auf einer Straße bei Amara wurden am Samstag bei einem Angriff Unbekannter auf einen Konvoi nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums zwei Soldaten verletzt. (APA/Reuters)

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