Kärnten: FSG will Zwei-Drittel-Mehrheit verteidigen

30. April 2004, 07:25
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Unterrieder befürchtet keine negativen Auswirkungen von Blau-Rot

Klagenfurt - Der Kärntner ÖGB-Vorsitzende und Chef der Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG), Adam Unterrieder, glaubt nicht, dass Blau-Rot im Lande negative Auswirkungen auf die am Montag beginnende Arbeiterkammer-Wahl haben wird. "Im Gegenteil, es könnten sich daraus sogar positive Auswirkungen für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ergeben", erklärte er am Sonntag. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Beschäftigung in Kärnten weiter zu verbessern."

Die FSG hat beim letzten Wahlgang in Kärnten mit mehr als 66 Prozent bundesweit das beste Ergebnis erzielt. "Wir haben mit Günther Goach einen Mann aus der Praxis und damit einen sehr guten Spitzenkandidaten", betonte Unterrieder. Daher sei das Ziel, zumindest die 48 der 70 Mandate zu halten, zu erreichen.

Briefwahl

Unterrieder appelliert an alle Wahlberechtigten, von ihrem Stimmrecht auch Gebrauch zu machen. Dies gelte vor allem für jene, welchen die Möglichkeit einer Briefwahl eingeräumt wurde. "Wir haben sehr viele Bauarbeiter in der Schweiz", dazu der FSG-Chef. "Es wäre schön, wenn wir auf eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent kommen würden."

In Kärnten sind 139.957 Personen wahlberechtigt. Fünf Listen treten an: die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG), die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), der ÖAAB/Christliche Gewerkschafter, der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) und erstmals die Grünen. Das Endergebnis wird am 30. April verlautbart.

Spitzenkandidat der FSG ist der amtierende AK-Präsident Günther Goach (46). Die Freiheitlichen haben den Sozialsprecher im Parlament, Sigisbert Dolinschek (50) nominiert. Der ÖAAB geht mit der Betriebsratsvorsitzenden Annemarie Adlassnig (49) in die Wahl. Die Liste des GLB führt die Arbeiterin Antje Rehm (36) die der Grünen & Unabhängigen GewerkschafterInnen der Angestellte Gerald Stimson (42) an.

Insgesamt werden 70 Mandate vergeben. Derzeit hält die FSG 48, die Freiheitlichen Arbeitnehmer 13 und der ÖAAB/FCG neun. Das vorläufige Endergebnis wird am 30. April verlautbart. (APA)

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