Offenbar Giftgasanschläge auf Botschaften in Jordanien geplant

18. April 2004, 13:11
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Mehrere Festnahmen

Amman - Mutmaßliche Terroristen mit Verbindungen zum Netzwerk El Kaida haben in Jordanien neben einem Chemiewaffenanschlag offenbar auch Giftgasangriffe auf ausländische Botschaften geplant. Mehrere Verdächtige, die in den vergangenen Wochen festgenommen wurden, hätten ein entsprechendes Vorhaben gestanden, teilten die Behörden am Samstag mit. An der Spitze der Terrorzelle soll Abu Musab El Sarkawi stehen, der als enger Vertrauter von El-Kaida-Chef Osama Bin Laden gilt.

Es seien zeitgleiche Giftgasanschläge gegen die Vertretungen ausländischer Staaten geplant gewesen, darunter die US-Botschaft in der Hauptstadt Amman, teilten die Gewährsleute mit. Zudem sollten staatliche Gebäude wie das Büro des Ministerpräsidenten und mehrere zivile Einrichtungen angegriffen werden.

Die Detonation einer chemischen Bombe habe das Büro des jordanischen Geheimdienstes treffen sollen, hieß es weiter. Die Explosion des enormen Sprengsatzes hätte Berichten vom Freitag zufolge vermutlich den Tod von bis zu 20.000 Menschen zur Folge gehabt und Schäden im Umkreis von einem Quadratkilometer verursacht.

Einige der festgenommen Verdächtigen seien aus dem benachbarten Syrien nach Jordanien eingereist, hieß es. Bei ihnen seien mehrere Fahrzeuge beschlagnahmt worden, die mit Sprengstoff, Zündern und Material zum Bombenbau voll gepackt waren. (APA)

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