Kolportiert: Neue Kabinette für die Hofburg

21. April 2004, 16:19
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Wen Fischer und Ferrero-Waldner in ihren Mitarbeiterstab holen könnten

Noch ist die Wahl nicht geschlagen und weder im Umfeld von Benita Ferrero-Waldner noch in jenem von Heinz Fischer will man sich den Kopf über Posten, Zimmeraufteilungen und neue Büroeinrichtungen zerbrechen. Faktum ist jedoch, dass mit dem oder der neuen Präsidentin auch ein neuer Mitarbeiterstab in die Hofburg einziehen wird.

Als sicher gilt, dass SPÖ-Kandidat Heinz Fischer seine rechte Hand Bruno Aigner mitnimmt. Ebenfalls übersiedeln könnte Fischers zweite langjährige Mitarbeiterin, seine Büroleiterin Susanne Gaugl. Nicht entgangen ist politischen Beobachtern auch, dass Andreas Rendl, Diplomat und zuvor Büroleiter bei Parteichef Alfred Gusenbauer, sehr aktiv in Fischers Wahlkampfteam mitmischt - auch er könnte mitgehen. Nicht zuletzt halten manche in der Partei auch SPÖ-Kommunikationschefin Katharina Krawagna-Pfeifer für Hofburg-kompatibel.

Im Kabinett von ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner kam es schon letztes Jahr zu Rochaden: Ihre Kabinettschefin Ulrike Tilly wechselte als Botschafterin nach Madrid, ihr Pressesprecher Johannes Peterlik wird Botschafter in Hanoi. Dafür sind sind zwei alte Ferrero-Vertraute aus ihrer Zeit als Staatssekretärin dazugestoßen: Michael Zimmermann, ehemals Kabinettschef, kam aus London zurück. Christina Kokkinakis wechselte vor wenigen Monaten von Prag nach Wien. Beiden wird nachgesagt, einem Job in der Präsidentschaftskanzlei nicht abgeneigt zu sein. Nachgesagt wird das auch Ferreros Wahlkampfchef Florian Krenkel, der dementiert jedoch heftig. Überhaupt könnte Ferreros Hofburg-Team sehr weiblich werden: Auch Astrid Harz und Andrea Krametter, beide im "Benita"-Team und beide im Außenamt tätig, gelten als Kandidaten für Ferreros Präsidentenkabinett. (DER STANDARD, Printausgabe 17./18.4.2004)

Von Barbara Tóth
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