"Voice on the Web" - Webseiten, die sich hören lassen

23. April 2004, 10:45
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Viele Internetseiten lassen in puncto Lesbarkeit zu wünschen übrig - Ein Vorleseservice namens Readspeaker verspricht hier Abhilfe

Das Internet ist eine gute Informationsquelle für jedermann. Vorausgesetzt, man hat Augen wie ein Adler. Denn viele der Schriften sind auf den meisten Webseiten oft sehr klein und daher schlecht leserlich. "Alleine in Österreich sind bis zu 20 Prozent der Webnutzer von Sichteinschränkungen betroffen", weiß Michael Beier, österreichischer Generalimporteur von Readspeaker, einem Vorleseservice für Websitebesucher.

"Voice on the Web"

Die "Voice on the Web"-Entwicklung stammt aus Schweden und wird dort bereits von vielen öffentlichen Einrichtungen und Firmen auf deren Internetseiten eingesetzt. Sie unterscheidet sich von anderen Lösungen dadurch, dass sie weder die Installation von Software auf den Servern der Website noch auf den Computern der Internetnutzer erfordert.

Soundkarte, Lautsprechern bzw. Kopfhörern

Um den Service zu nutzen, bedarf es auf Anwenderseite lediglich eines Computers mit Soundkarte, Lautsprechern bzw. Kopfhörern, eines Internetzugangs und eines Internetbrowsers, der Ton abspielen kann.

"Sag es"

Die zugrunde liegende Technologie setzt wie ein Synthesizer die alphanumerischen Zeichen auf einer Website in Sprache um. Will der Anwender sich einen Text vorlesen lassen, drückt er auf der jeweiligen Site per Maus-Klick auf einen Button, der in der deutschen Version "Sag es" heißt. Der computerunterstützte Vorleseservice ist bereits so weit auch in deutscher Sprache gediehen, dass das Ergebnis ein durchaus wohlklingendes ist.

Readspeaker ist ein so genannter ASP-Dienst (Application Service Provider). Internetprovider schließen mit Readspeaker einen Servicevertrag und zahlen neben einer Installationsgebühr monatlich Lizenzen, die sich an den durchschnittlichen Monats-Pageviews orientieren.

Großes Interesse

Das Interesse an dem Vorlesedienst sei groß, erzählt Generalimporteur Beier. Unter anderem befände er sich mit zwei Ministerien bereits in den Endverhandlungen. Welche, will er nicht verraten - zu gegebener Zeit wird man es ja hören können. (Karin Tzschentke, DER STANDARD Printausgabe, 16. April 2004 )

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